Dresden: Schweinefleisch gegen Islam-Infostand


In der Dresdner Neustadt sind am Sonnabendnachmittag auf dem Gomondaiplatz die Betreiber eines Islam-Infostandes mit Schweinefleisch beworfen worden. Zudem wurden sie aus einer Gruppe von 15 Personen heraus beleidigt. Eine Frau habe einen 18-Jährigen Passanten, der sich gegen die Angreifer stellte, ins Gesicht geschlagen, sagte eine Sprecherin der Polizeidirektion Dresden MDR SACHSEN. Der Info-Stand sei von der türkisch-islamischen Gemeinde in Dresden betrieben worden.

MDR Sachsen

Festerling provoziert vor dem Stand

Polizeibeamte, die wegen der Bilderberg-Konferenz in der Stadt unterwegs waren, hätten die Gruppierung wenig später ausfindig gemacht und die Personalien festgestellt. Gegen sie werde wegen Körperverletzung und Beleidigung ermittelt. Ob hinter der Gruppierung eine Organisation steht, konnte die Polizei nicht sagen. In sozialen Netzwerken wurde verbreitet, dass hinter dem Angriff Pegida-Aktivistin Tatjana Festerling steckt. Sie selbst schreibt auf ihrer Web-Seite, sie sei mit ihrer Gruppe von einer Anti-Bilderberg-Aktion in die Dresdner Neustadt gezogen. An dem Stand hätten sie immer wieder „Der Islam gehört nicht zu Deutschland“ skandiert. Dann seien „Personen“ aufgetaucht, die Speckwürfel auf die Muslime und den Stand geworfen hätten. Daraufhin habe sich ihre Gruppe entfernt und sei später von der Polizei als Zeugen befragt worden.

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