Welt im Wandel


Schulterblatt Brachiosaurus brancai, Naturkundemuseum Berlin
Schulterblatt Brachiosaurus brancai, Naturkundemuseum Berlin

Mit dem Studium der Natur verbanden noch im 18. Jahrhundert viele Gelehrte das Ziel, mehr über das Wirken Gottes beziehungsweise den göttlichen Schöpfungsplan zu erfahren. In der Anpassung von Arten an unterschiedliche Lebensbedingungen sahen die sogenannten Naturtheologen einen Beweis für ihre Auffassung, dass Gott jede Art zu einem bestimmten Zweck erschaffen habe. Das heutige Denken ist dagegen von den Vorstellungen geprägt, die im 19. Jahrhundert der britische Naturforscher Charles Darwin entwickelt hat. Das Leben in seiner jeweils aktuellen Erscheinungsform ist danach das Ergebnis zahlloser kleiner Veränderungen in Organismen, das heißt einer langen Entwicklungsgeschichte, der Evolution. Welche Veränderungen sich durchsetzen, hängt von der natürlichen Auslese ab, der Selektion. Darwins Überlegungen bedeuteten eine wissenschaftliche Revolution. Wichtige Vorarbeiten hatten aber bereits andere geleistet.

Von Jürgen Wendler | Weser Kurier

Dass Darwins Evolutionstheorie am Ende auf fruchtbaren Boden fallen konnte, hing auch mit den Erkenntnissen zusammen, die Forscher beim Studium von Fossilien gewonnen hatten. Der Ausdruck Fossil geht auf das Lateinische zurück, bedeutet so viel wie ausgegraben und bezeichnet versteinerte Überreste oder andere Zeugnisse – etwa Spuren – von Pflanzen und Tieren, die in früheren Phasen der Erdgeschichte gelebt haben. Die meisten Fossilien finden Forscher in Sedimentgesteinen. Solche Gesteine können zum Beispiel dadurch entstehen, dass sich Sand und anderes Material wie die Überreste von Lebewesen am Grund von Meeren ablagern. Die Wissenschaft von der Erforschung der Lebewesen vergangener Erdzeitalter wird als Paläontologie bezeichnet. Zu ihren Begründern gehört der Franzose Georges Cuvier (1769 bis 1832). Er erkannte, dass sich anhand verschiedener Schichten mit den darin enthaltenen Fossilien die Geschichte des Lebens nachzeichnen lässt. Auch die Tatsache, dass nicht nur neue Arten auftauchen, sondern immer wieder auch Arten aussterben, blieb Cuvier nicht verborgen. Die Veränderungen führte er allerdings nicht auf eine allmähliche Entwicklung zurück, sondern auf Naturkatastrophen wie Sturmfluten oder Dürren.

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1 Comment

  1. Die Richtigkeit der EVOLUTION lässt einen wahren „Sinn des Lebens“ für jedes menschliche Individuum erkennen, die THEOLOGIE mit ihren Facetten verkündet nur unverbindliche Spekulation

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