Berliner Imam zu zweieinhalb Jahren verurteilt


Justitia Skulptur (CC-by-nc-sa/3.0 by Luc Viatour)
Justitia Skulptur (CC-by-nc-sa/3.0 by Luc Viatour)

Ein wegen Werbens für die Terrormiliz Islamischer Staat (IS) in Berlin angeklagter Imam ist zu einer Haftstrafe von zweieinhalb Jahren verurteilt worden.

Neue Zürcher Zeitung

Das Kammergericht sprach Gadzhimurad K. am Dienstag des Werbens um Mitglieder oder Unterstützer für den IS sowie der Billigung von Straftaten durch die Dschihadisten schuldig. Der 30-Jährige hatte die Taten gestanden und sich davon distanziert.

Der Angeklagte hatte nach Überzeugung des Gerichts im Januar 2015 in einem Onlineportal ein Video mit dem Titel «Härte im Dschihad» hochgeladen, in dem er dem IS huldigte. Zudem habe er im Mai 2015 einem russischsprachigen Onlinemagazin ein Interview gegeben, in dem er die grausame Tötung eines gefangenen jordanischen Piloten und eines in Syrien gefangengenommenen amerikanischen Journalisten durch den IS religiös zu rechtfertigen gesucht habe. Damit habe er die «brutalen Gräueltaten gebilligt», so das Gericht.

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