Hitlers Jacke, Görings Unterhose


Hermann Göring, Rudolf Heß und Joachim von Ribbentrop beim Nürnberger Kriegsverbrecherprozess.Foto: picture alliance / dpa
Ein Münchner Auktionshaus will Privatgegenstände von NS-Verbrechern versteigern. Das löst eine Welle des Protestes aus.
 

Von Patrick Guyton | DER TAGESSPIEGEL

München steht vor einer gruselig anmutenden Versteigerung: An Samstag sollen persönliche Gegenstände von NS-Größen für zum Teil horrende Summen unter den Hammer kommen. Dazu zählt etwa eine Uniformjacke, die angeblich von Hitler stammt, der Startpreis liegt bei 30 000 Euro. Weiter ist unter den 169 Versteigerungstiteln eine Messinghülse, in der Hermann Göring die Zyankali-Kapsel versteckt haben soll, mit der er sich am 15. Oktober 1945 umgebracht hatte. Auch wird, so der Katalog des Auktionshauses Hermann Historica, eine „kräftige Unterhose“ von Göring versteigert – Bundweite 114 Zentimeter, 500 Euro –, sowie verschiedene Teile der Stricke, mit denen Joachim von Ribbentrop, Julius Streicher oder Wilhelm Frick nach den Nürnberg-Urteilen gehängt worden waren (je 500 Euro).

weiterlesen