Der vergessene „Schwarze Tod“


Themenbild: Antananarivo / Bild: Reuters
Manchen Schätzungen zufolge ist im Mittelalter die Hälfte der Bevölkerung der Pest zum Opfer gefallen. Ausgerottet wurde die Seuche nie. Madagaskar ist derzeit das am schlimmsten vom „Schwarzen Tod“ betroffene Land.

Die Presse.com

Sie wirkt wie ein Gespenst des Mittelalters: die Pest. Von 1347 und 1353 raffte der „Schwarze Tod“ in Europa zig Millionen Menschen dahin. Damals soll etwa ein Drittel, manche sprechen von der Hälfte, der Bevölkerung gestorben sein. Doch die Seuche ist auch eine aktuelle Gefahr, besonders heftig wütet sie in Madagaskar.

Der Inselstaat im Indischen Ozean, gelegen am südöstlichen Zipfel Afrikas, ist das weltweit am schlimmsten vom „Schwarzen Tod“ – zur Bezeichnung kam es vermutlich, weil bei einer Erkrankung im späten Stadium die Finger schwarz werden und absterben können – betroffene Land. Eine Reise durch die Pest-Gebiete zeigt, dass viele Faktoren ihr Fortbestehen begünstigen. Die Menschen auf dem Land sind oft arm und leben in teils unhygienischen Hütten. Ratten sind nie weit – mit den Nagern kommt das Pest-Bakterium Yersinia pestis.

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