Italien-Route: Jeder 17. Flüchtling stirbt


Strand von Chios/Griechenland © Tim Lüddemann @ flickr.com (CC 2.0)
Bis Ende Mai dieses Jahres sind bereits mehr als 2.500 Menschen auf ihrem Weg per Boot nach Europa als gestorben oder gelten als vermisst. Im Vergleich zum Vorjareszeitraum ist das ein Anstieg von fast 40 Prozent.

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Die Flucht über das Mittelmeer nach Europa ist nach Einschätzung der Internationalen Organisation für Migration (IOM) noch gefährlicher geworden. Von Beginn des Jahres bis Ende Mai starben mehr als 2.500 Menschen auf ihrem Weg per Boot nach Italien oder Griechenland oder gelten seitdem als vermisst, wie die Organisation bei der Präsentation ihre zweiten Studie „Fatal Journeys“ am Mittwoch in Berlin erklärte. Das ist ein Anstieg um 39 Prozent gegenüber dem selben Zeitraum 2015.

Allein rund 2.100 Menschen starben mutmaßlich auf der Route zwischen Nordafrika und Italien. Damit überlebte einer von 17 Flüchtlingen die Flucht per Boot nicht. 2014 und 2015 war es einer von 50. Neben dem Anstieg bei der Zahl der Toten hat sich die Gesamtzahl von Flüchtlingen, die in Italien ankommen, kaum verändert: Bis Ende Mai dieses Jahres erreichten rund 47.900 Flüchtlinge Italien, im Zeitraum 2015 waren es 47.500.

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