Radikaler Islam: Religiöse Stiftungen ohne Kontrolle


Freitagsgebet in der Diyanet-Moschee in Zürich Nord. Gegen die Stiftung Diyanet läuft eine Untersuchung. (Bild: Goran Basic / NZZ)
Seit Anfang des Jahres müssen kirchliche Stiftungen registriert werden. Geschehen ist seither wenig. Im Parlament wird nun Unmut laut: Es könnten radikale Kräfte finanziert werden.

Von Daniel Gerny | Neue Zürcher Zeitung

Mit Geld aus Saudiarabien oder der Türkei werden auch in der Schweiz islamische Religionsgemeinschaften unterstützt. So finanziert beispielsweise die Stiftung Diyanet, hinter der der türkische Staat steht, Imame in Schweizer Moscheen. Diyanet und viele andere islamische Stiftungen unterstehen der Aufsicht des Bundes oder der Kantone. Diese kontrollieren, ob die Stiftungsvermögen gemäss ihren Zwecken verwendet werden. Dank diesem Instrument besteht eine gewisse Kontrolle über die Geldströme innerhalb einer Stiftung. Im Fall von Diyanet hat die eidgenössische Stiftungsaufsicht im April eine Untersuchung zu den Geldflüssen eingeleitet.

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