Du sollst nicht päpstlicher sein als der Papst


Verehrungswürdige Puppe. Themenbild
Verehrungswürdige Puppe. Themenbild
Mit seinen Ausführungen zur Ehe hat sich der Papst einmal mehr als echter Seelsorger erwiesen. Daran sollten sich auch Kirchen-Dogmatiker ein Beispiel nehmen.

Von Stefan Ulrich | Süddeutsche.de

Die katholische Kirche braucht Dogmatiker und Seelsorger. Dogmatiker, um nicht in Beliebigkeit zu fallen. Seelsorger, weil sie den Menschen beistehen und auf dem Weg zu Gott helfen sollen. Da es aber nur einen amtierenden Papst gibt, stellt sich die Frage, was er sein soll. Dogmatiker? Oder ein Seelsorger?

Die Antwort gibt das Neue Testament. Darin steht nicht: „Gott ist die Lehre“, sondern: „Gott ist die Liebe.“

Die Kirche kann sich glücklich schätzen, einen Seelsorger als Papst zu haben. Einen Pontifex, der auch zu jenen Brücken baut, die mit der katholischen Dogmatik Probleme haben. Einen Hirten, der lieber versteht als verurteilt.

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