Gouverneur von Istanbul verbietet Schwulenparade


Bild: bpb.de
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In der türkischen Metropole Istanbul dürfen sich Schwule und Lesben nicht zur geplanten „Gay Pride“-Parade versammeln. Mit dem Verbot wollen die Behörden „die öffentliche Ordnung schützen“.

DIE WELT

Der Gouverneur von Istanbul hat die bevorstehende jährliche Lesben- und Schwulenparade im Zentrum der türkischen Millionenmetropole verboten. Der traditionelle „Marsch des Stolzes“ am übernächsten Sonntag auf der Einkaufsmeile Istiklal Caddesi werde nicht genehmigt, teilte das Amt des Gouverneurs am Freitag mit. Zur Begründung führte die Behörde die Sicherheit von Teilnehmern und Bürgern sowie den Schutz der öffentlichen Ordnung an.

Die Veranstalter kündigten rechtliche Schritte an und kritisierten, das Verbot verstoße gegen die Verfassung. Die Zeitung „Evrensel“ zitierte Aktivisten, die trotz des Verbots demonstrieren wollten. Erwartet wurde, dass Teilnehmer des Marsches auch an das Massaker von Orlando im US-Bundesstaat Florida erinnern wollten, wo ein Schütze in einem Schwulenclub 49 Menschen getötet hatte.

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