Jetzt erst recht – Es lebe die Spaßgesellschaft!


Foto: dpa Der Christopher Street Day durch Oldenburg verlief trotz des Attentats in Orlando bunt – und das soll auch so bleiben
Das Bataclan, eine Schwulenbar – Islamisten töten Jugendliche, die das Leben feiern. Der Terror macht klar, was es zu verteidigen gilt: eine Gesellschaft, in der jeder auf seine Weise glücklich wird.

Von Hannes Stein | DIE WELT

Die Vokabel „Spaßgesellschaft“ ist heute nicht mehr ganz so geläufig, wie sie es einmal war. Sie kam kurz vor den Terroranschlägen des 11. September 2001 auf und war abschätzig gemeint: Die „Spaßgesellschaft“ – das waren diese jungen Leute, die nichts als ihr Vergnügen im Kopf hatten und sich nicht um tiefere Werte beziehungsweise höhere Kulturgüter scherten. Früher hätte man „Dekadenz“ dazu gesagt – nun war es die „Spaßgesellschaft“, die angeblich geradewegs zum Untergang des Abendlandes führte.

Wenn man nun aber eine Liste der Ziele Revue passieren lässt, auf die islamische Massenmörder es im Westen abgesehen haben, so fallen zwei Konstanten ins Auge. Die erste Konstante ist der Antisemitismus: Die Terroristen bringen mit Vorliebe Juden um.

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