Erz-Apostel Schick: „Eine Schwangerschaft reicht nicht“


FB-Seite des Bamberger Bishcofs Schick. Screenshot: BB
FB-Seite des Bamberger Bishcofs Schick. Screenshot: BB
Der Papst erklärt die meisten kirchlichen Ehen für ungültig – was denken deutsche Geistliche darüber? Bambergs Erzbischof Ludwig Schick begründet, warum er manche Paare lieber nicht traut.

Interview von Oliver Das Gupta | Süddeutsche.de

Von „Schnellschussehen“ hat Papst Franziskus in der vergangenen Woche gesprochen, und eine „Kultur der Vorläufigkeit“ bei jungen Verheirateten kritisiert. Wie bewerten katholische Geistliche hierzulande diese Äußerungen aus Rom? Ludwig Schick, Erzbischof von Bamberg, ist nicht nur über seinen Twitter-Account nah dran an seinen Gläubigen – im Gespräch erklärt der 66-Jährige, warum es sinnvoll sein kann, dass Paare mit Kindern ohne Trauschein zusammenleben.

SZ: Herr Erzbischof, haben Sie schon ungültige Ehen geschlossen?

Ludwig Schick: Soweit mir bekannt ist, wurden zwei Ehen, die ich getraut habe, von einem kirchlichen Gericht später für ungültig erklärt. Also habe ich „ungültige Ehen geschlossen“.

Papst Franziskus hält ziemlich viele kirchlich geschlossene Ehen für ungültig. Was sagen Sie zu seinem Befund?

Dieses Phänomen gibt es leider in der Welt. Aber für katholische Trauungen in Deutschland trifft das in den letzten 30 bis 40 Jahren sicherlich nicht so häufig zu. Es gibt ja neben der liturgischen Zeremonie vorher intensive Gespräche zur Ehevorbereitung, sodass die Trauworte und die innere Haltung meist übereinstimmen.

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