Calvinist Viktor Orbán: Retter des christlichen Abendlandes?


Viktor Orban während einer Rede im Parlament in Budapest (AFP / Attila Kisbenedek)
Ungarns Ministerpräsident Viktor Orbán bekennt sich seit einigen Jahren zum Calvinismus. Er glaubt, mit seiner Flüchtlingspolitik das Christentum gegen den Islam zu verteidigen – und gegen den katholisch-lutherischen Mainstream.

Von Klaus Prömpers | Deutschlandfunk

Viktor Orbán sieht einen Wettbewerb der Kulturen heraufziehen, der am Ende dazu führe, „dass die Christen diesen Wettbewerb verlieren werden, wenn man viele  Muslime nach Europa lässt“. So sagte es Ungarns Ministerpräsident in einem Radiointerview. In einem Interview mit der Schweizer Weltwoche ergänzte er: „Existentielle Bedrohung heißt, dass wir Europäer es verlernt haben, für uns zu kämpfen.“ Und er fügte hinzu: „Wann immer ich im Europäischen Rat vom christlichen Europa spreche, schauen mich die anderen an, als ob ich aus dem Mittelalter stammen würde.“ Dahinter verbirgt sich nicht nur der Populismus orbánscher Prägung, der ihn 2010 wieder zurück an die Macht in Ungarn führte, sondern auch ein Stück tiefer religiöser Überzeugung.

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