Donald Trumps schwarze Listen für Journalisten


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Kritische Journalisten lässt der republikanische US-Präsidentschaftskandidat von seinen Veranstaltungen aussperren.
 

Von Frank Herrmann | derStandard.at

Dass Donald Trump schwarze Listen führt, weiß jeder Journalist, der schon einmal eine Wahlveranstaltung des Unternehmers besuchte. Es begann im Herbst, als noch kaum jemand für möglich hielt, dass der Milliardär das Rennen um die republikanische Präsidentschaftskandidatur gewinnen würde. Schon damals genügte es nicht, sich vorab einfach anzumelden. Die amerikanische Neigung zum Unkomplizierten – bei den meisten anderen Bewerbern war nicht einmal eine Anmeldung nötig – galt nie für Trump, den Mann, der sich nach außen so spontan und hemdsärmelig gibt. Bei ihm musste man immer warten, bis seine Leute an der Eingangstür den jeweiligen Reporternamen an einen anonymen Entscheidungsträger gemailt hatten und von dort grünes Licht kam. Oder auch nicht. Bereits vor sieben, acht Monaten war klar: Es gab Medien, die auf Trumps „black list“ standen, etwa Univision, der größte spanischsprachige Fernsehkanal der Vereinigten Staaten.

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