Gauland warnt seine AfD im Antisemitismus-Streit


Bild: Ziko van Dijk (CC BY SA 3.0)
Bild: Ziko van Dijk (CC BY SA 3.0)
AfD-Vize Gauland attackiert das Vorgehen im Skandal um den baden-württembergischen Abgeordneten Gedeon: Man brauche kein Gutachten, um Antisemitismus zu erkennen. Und er spricht eine Warnung aus.

Von Matthias Kamann | DIE WELT

Tagelang haben AfD-Politiker herumgedruckst im Antisemitismusstreit. Jetzt aber bekennt Parteivize Alexander Gauland offen, dass er das Vorgehen der baden-württembergischen AfD-Landtagsfraktion im Fall des Abgeordneten Wolfgang Gedeon für falsch hält.

„Die Vorstellung, dass bei uns nun bis zum Herbst diskutiert werden soll, was Antisemitismus ist und was nicht, erfreut mich überhaupt nicht“, sagte Gauland der „Welt am Sonntag“. Damit kritisierte Gauland, dass Gedeon entgegen dem ursprünglichen Plan des AfD-Landtagsfraktionschefs und Bundesvorsitzenden Jörg Meuthen nicht aus der Fraktion ausgeschlossen wird, sondern seine Fraktionsmitgliedschaft bis zum Herbst nur ruhen lässt.

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