Harvard-Forscherin: Fragment über „Ehefrau Jesu“ vermutlich gefälscht


Papyrus-Fragment "Evangelium der Ehefrau Jesu" (Bild: Karen L. King/HDS)
Papyrus-Fragment „Evangelium der Ehefrau Jesu“ (Bild: Karen L. King/HDS)
War Jesus verheiratet? Die US-amerikanische Wissenschaftlerin Karen King von der Harvard Universität (Cambridge, Bundesstaat Massachusetts) hatte 2012 ein in koptischer Sprache verfasstes Schriftstück präsentiert, das den Satz enthielt „Jesus sagte zu ihnen: ,Meine Ehefrau’.“

kath.net

Journalisten interpretierten dies als Hinweis darauf, dass Jesus eine sexuelle Beziehung zu Maria Magdalena gehabt haben könnte. King war bislang der Meinung, dass das Schriftstück echt und 1.200 Jahre alt sei. Jetzt musste sie aufgrund von Recherchen des Magazins „The Atlantic“ (Washington) zugeben, dass es sich sehr wahrscheinlich nicht um ein Original handelt. Die Recherchen des Magazins hätten ergeben, dass die Dokumente zum Nachweis der Herkunft des Papyrus scheinbar gefälscht seien.
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Unklar war bislang, wie das Schriftstück nach Cambridge gelangte. King hatte über seinen Besitzer nie berichtet, weil die Person ihren Angaben zufolge unerkannt bleiben wollte. Laut „The Atlantic“ handelt es sich dabei um den in Florida lebenden 50-jährigen Walter Fritz. Er soll in Süddeutschland aufgewachsen sein und an der Freien Universität Berlin Ägyptologie studiert, aber keinen Abschluss gemacht haben.

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1 Comment

  1. Wenn es allerdings nicht gefälscht sein sollte, dann ist die Geschichte, in gut christlicher Manier, zumindest an der Nase herbeigezogen. 🙂
    Man darf wohl annehmen, dass es ähnlich echt ist wie z.B. das Grabtuch von Turin und wie die abertausenden Reliquien, Kreuz-Fragmente, Nägel, Vorhäute etc. ect. (Das Einzige was echt sein wird, ist wohl der damit zusammenhängende Schwachsinn.)

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