Vatikan kritisiert UN-Resolution für sexuelle Minderheiten


Ratzinger_HomoEine «besondere Gruppe von Rechten für eine spezifische Gruppe von Personen» schützen zu wollen, stehe in Widerspruch zum Prinzip der Gleichheit aller Menschen.

kath.net

Der UN-Menschenrechtsrat in Genf hat das Amt eines unabhängigen Experten zum Schutz von Rechten sexueller Minderheiten geschaffen. 23 Mitgliedsländer des Rates, darunter Deutschland und die USA, stimmten für die Resolution. Der Vatikan kritisierte die Entscheidung. Eine «besondere Gruppe von Rechten für eine spezifische Gruppe von Personen» schützen zu wollen, stehe in Widerspruch zum Prinzip der Gleichheit aller Menschen, erklärte die Vertretung des Heiligen Stuhls in Genf auf Anfrage der Katholischen Nachrichten-Agentur (KNA) am Freitag.

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Die katholische Kirche sei gegen jede Form von Diskriminierung, betonte der Sekretär der Vatikan-Vertretung bei den Vereinten Nationen in Genf, Richard Gyhra. Hinter der Resolution stehe jedoch offenbar die Absicht westlicher Staaten, Einfluss auf ärmere Länder etwa in Afrika zu nehmen. So könne etwa Entwicklungshilfe von – rechtlich an sich nicht bindenden – Gutachten des Experten abhängig gemacht werden.