Kaschmir und das IS-Kalifat


Bild: nationalreview.com
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Seit Bestehen hat der IS schon mehrere Regionen für sich beansprucht. Nun fällt mit Kaschmir der Blick auf einen weiteren Konfliktherd
 

Von Emran Feroz | TELEPOLIS

Der sogenannte Islamische Staat (IS) hat bereits seit seiner Etablierung mehrere Gebiete der Welt, hauptsächlich im Nahen Osten, Nordafrika sowie Zentralasien, für sich beansprucht. In vielen dieser Regionen lassen sich mittlerweile extremistische Gruppierungen finden, die IS-Führer Abu Bakr al Baghdadi die Treue geschworen haben. Mit Kaschmir ist nun ein weiteres Gebiet in den Fokus der Extremisten gerückt. Für die ohnehin schon unruhige Region könnte dies verheerende Folgen haben.

Jüngsten Berichten der „Times of India“ zufolge hat der IS ein Interesse daran, sein selbsternanntes Kalifat um die Region Kaschmir zu erweitern. Kaschmir würde dadurch in die „Provinz Khorasan“ fallen. Die Enklave wurde im vergangenen Jahr seitens des IS offiziell anerkannt und soll weite Teile Zentral- und Südasiens umfassen. Da der IS die Idee des Nationalstaates ablehnt, würde er nicht nur mit Indien, sondern auch mit Pakistan, welches sich als islamische Republik versteht, in Konflikt kommen.

Konkret stützen sich die Berichte auf Angaben der indischen National Investigation Agency (NIA), einer inländischen Anti-Terror-Behörde. Diese wiederum bezieht sich auf ausgewertete Überwachungsdaten von IS-Mitgliedern aus mehreren verschiedenen Staaten einschließlich Indiens. In den indischen Medien fand die Nachricht um eine mögliche IS-Gefahr ein breites Echo.

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