Die Beschneidung von Knaben ist kein Männlichkeitsritual, sondern ein Verbrechen


beschneidung

Wir Menschen haben die auffällige Begabung, uns selbst zu überschätzen. Wir glauben an unsere Fähigkeit, vernünftig zu denken und zu handeln und schütteln gern den Kopf über die anderen, die unverständliche Ideen verbreiten oder unvernünftig reagieren.

Von Hugo Stamm | Sektenblog – watson.ch

In Wirklichkeit deponieren wir unser Hirn nur allzu oft im Kühlschrank. Dies zeigt sich vor allem beim Umgang mit Bräuchen, Traditionen, Glaubenssystemen oder Dogmen. Wir übernehmen, was uns mit der Muttermilch eingegeben und als unumstössliche gesellschaftliche Normen verkauft wurde.

Die Beschneidung von Knaben ist ein solcher Brauch. Es ist nicht nur ein Brauch, sondern auch eine Unsitte. Eigentlich ein Verbrechen.

Ein Tabuthema

Doch weil der unsinnige Brauch oft auch eine religiöse Komponente hat, ist er ein Tabuthema. Deshalb wird die Beschneidung selten hinterfragt und kritiklos akzeptiert.

Die Knabenbeschneidung wurde schon im Altertum praktiziert und hatte rituellen Charakter. Im Christentum geht sie auf Abraham zurück. Vom Urvater der Buchreligionen etablierte sie sich im Christentum, Judentum und im Islam.

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