Irak: Hinrichtungen als Reaktion auf monströsen IS-Terroranschlag


Britische Soldaten im Irak-Krieg 2003. Themenbild
Britische Soldaten im Irak-Krieg 2003. Themenbild
Hilflosigkeit und Scheuklappen beim irakischen Premierminster Abadi. CIA-Chef John O. Brennan sieht schlechte Chancen im Kampf gegen IS

 

Von Thomas Pany | TELEPOLIS

Der irakische Satelliten TV-Sender al-Sumaria berichtet von einer Order des Regierungschefs in Bagdad an seinen Justizminister, die verhängten Todesstrafen an inhaftierten IS-Mitglieder auszuführen. Al-Abadi will nach den monströsen Bombenanschlägen im Zentrum Bagdads (IS sprengt 70 bis 90 Menschen in die Luft) ein Zeichen setzen.

Aber welches Zeichen genau? Abschreckung bei einem Gegner, der seine Anschläge von Selbstmordattentätern verüben lässt? Ein Signal der Rigorosität im Kampf gegen das IS-Pandämonium, eine Verstärkung der Botschaft von Falludscha – „Wir werden siegen“?

Zivilisten unter den Opfern beim Luftangriff auf den IS-Konvoi bei Falludscha

Dort hatte die irakische Armee ihre Schlagkraft gegen den IS nach der Rückeroberung der Stadt noch einmal durch modernste Kriegsbilder dokumentiert. Die Shooter-Videos zeigten einen Luftangriff, der im Beschussstakkato Fahrzeuge eines IS-Fluchtkonvois nacheinander in Rauchwolken aufgehen ließ (Falludscha: Der kurze Sieg gegen den IS?). Allerdings handelte die irakische Armee nicht alleine, sondern auch die US-Luftwaffe war mit von der Partie.

Allen Indizien nach saßen aber auch Zivilisten in den Fluchtfahrzeugen. Selbst Berichte, die vorsichtig mit Schuldzuweisungen und voreiligen Schlüssen umgehen, liefern Hintergründe, die zu keinem Triumphgefühl Anlass geben.

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