Noch keine Abtrittgrube fürs Atomklo


Bild: GNS Gorleben
Bild: GNS Gorleben
Zwei Jahre hat die Endlager-Kommission über die Suche nach einem Standort für den Atom-Müll beraten. Ihre Arbeit sollte die bisher erbittert geführte Debatte auch befrieden. Der heftige Protest gegen das Ergebnis lässt diesen Wunsch noch offen.

Von Corinna Buschow | evangelisch.de

„Atommüll-Kommission am Ende. Konflikte ungelöst“: Bürgerinitiativen hatten ihr Fazit der Arbeit der Kommission zur Suche nach einem Endlager für radioaktiven Müll auf ein Banner gedruckt. Mehrere Dutzend Demonstranten waren am Dienstag mit Traktoren vor das Haus der Bundespressekonferenz in Berlin gezogen, wo der Abschlussbericht des vom Bundestag eingesetzten Gremiums vorgestellt wurde.

Die Kommission sollte Kriterien für ein Endlager formulieren und ein Verfahren zur Auswahl eines Standorts vorschlagen. Besetzt mit Experten aus Wissenschaft und Gesellschaft sowie Politikern aus Bund und Ländern sollte sie einen möglichst breiten Konsens erzielen. Doch Umweltverbände und Initiativen laufen Sturm. Besonders stört sie, dass der umstrittene Standort Gorleben nicht endgültig verworfen wurde.

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