Prostitutionsgesetz: Kondompflicht, Anmeldung, Kontrollen


Heute steht die Verabschiedung des Prostitutionsgesetzes im Bundestag auf der Tagesordnung. Die wichtigsten Fragen und Antworten.

Von Bettina Markmeyer | evangelisch.de

Vorschriften für Prostituierte, Kondompflicht, Auflagen für Bordell-Betreiber und ein konsequenteres Vorgehen gegen Zwangsprostitution: So will die große Koalition die legale Prostitution reglementieren und die Ausbeutung im Sexgewerbe bekämpfen. Die Bundesregierung geht von mindestens 200.000 Prostituierten und 11.500 Prostitutionsstätten in Deutschland aus. Schätzungen reichen bis zu 400.000 Frauen und einer Million Freierkontakte pro Tag.

Was ändert sich für Prostituierte?

Sie werden verpflichtet, sich anzumelden und ihre Anmeldung alle zwei Jahre zu erneuern. Bedingung ist eine Gesundheitsberatung, die jedes Jahr wiederholt werden muss. Frauen unter 21 müssen sich doppelt so häufig melden und beraten lassen. Die Sexarbeiterinnen können sich eine Alias-Bescheinigung ausstellen lassen, auf der ihr Name nicht erscheint. Die Länder haben bis zum nächsten Jahr Zeit, die lokalen Gesundheits- und Meldebehörden vorzubereiten.

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