So verkauft der IS seine Sex-Sklaven via Whatsapp


Lamiya Aji Bashar war Sexsklavin des IS. Sie wurde bei der Flucht von einer Mine schwer verletzt. Die Terroristen nutzen Messenger wie Whatsapp und Telegram, um die Frauen zu verkaufen © Picture-Alliance
Unter der Terror-Herrschaft des IS leiden vor allem junge Frauen. Sie werden wie Vieh gehandelt – und per Aktion bei Messengern wie Telegram oder Whatsapp versteigert. Sogar Kinder sind darunter.

Von Malte Mansholt | stern.de

Dass gerade Frauen unter der Herrschaft der Terror-Organisiation „Islamischer Staat“ (kurz IS) leiden, wurde schon häufig dokumentiert. Die selbsternannten Gotteskrieger zwingen sie, sich zu verschleiern, ihre Rechte werden extrem beschnitten. Vermeintlich ungläubigen Frauen droht aber ein besonders dramatisches Schicksal: Sie werden als Sex-Sklavinnen gehalten – und wie Vieh verkauft. Vor allem über verschlüsselte Messenger wie Whatsapp und Telegram.

In den Apps fühlen sich die Terroristen sicher. Sie nutzen sie nicht nur zur Rekrutierung und Kommunikation mit ihren Anhängern. In offenen Gruppen werden Frauen regelrecht versteigert. Die US-Nachrichtenagentur „Associated Press“ ist nun erstmals an solche Chats gelangt. Beliebt ist vor allem der im Nahen Osten verbreitete Messenger Telegram, aber auch Whatsapp und Facebook werden für den perversen Handel missbraucht, erzählt Lamiya Aji Bashar der Agentur. Die 18-Jährige Jesidin konnte aus den Fängen ihres Besitzers entkommen.

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