Borkum statt Bali: Fünf Gründe, aufs Fliegen zu verzichten


Klimasünder im Ferienparadies: Landeanflug einer Air Caraibes Maschine über dem Strand der Antilleninsel Saint Maarten. Foto: picture alliance
In einigen Bundesländern haben die Ferien begonnen, in den meisten stehen sie kurz bevor. Millionen Deutsche jetten in den Sommerurlaub. Dass der Luftverkehr stetig wächst, ist für die Umwelt keine gute Nachricht. Die wichtigsten Antworten zum Thema.

Von Torsten Holtz | greenpeace magazine

Nordsee toppt Südsee – zumindest in Sachen Klimaschutz. Denn Urlaubsreisen mit dem Flugzeug belasten die Umwelt erheblich. Hier steht, warum das so ist und was die Politik, aber auch jeder einzelne tun kann.

Ich fliege in den Urlaub – ein Problem?

Ja, durchaus. Fliegen ist die klimaschädlichste Art, sich fortzubewegen. Schon mit einem Flug nach Teneriffa verursacht ein Passagier nach Berechnungen des Naturschutzbunds Deutschlands deutlich größere Klimaschäden, als wenn er ein ganzes Jahr lang Auto fährt.

Um welche Schäden geht es?

Die Turbinen pusten viel Kohlendioxid und Stickoxide in die Luft, die den Treibhauseffekt befördern und die Atmosphäre aufheizen. Hinzu kommen Kondensstreifen und Aerosole wie etwa Ruß, die ebenfalls verhindern, dass Wärme vom Boden in den Weltraum zurückgestrahlt wird. Mit einer einzigen Flugreise können 2000 bis 6000 Kilogramm klimaschädliches CO2 freigesetzt werden, wie das Umweltbundesamt vorrechnet. Um aber bis 2050 wie angestrebt Klimaneutralität zu erreichen, dürfte jedermann jährlich nur rund 1000 Kilogramm emittieren. Ein weiter wachsender Luftverkehrssektor belastet zudem Anwohner durch Fluglärm.

weiterlesen