Der Vatikan und seine „weltlichen Güter“


Bild: tilly
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Es lässt tief blicken, dass Papst Franziskus seinen jüngsten Erlass mit diesem Satz beginnt: „Die weltlichen Güter, die die Kirche besitzt, sind dazu bestimmt, ihren Zwecken zu dienen“. Und damit keinerlei Unklarheit darüber herrscht, welche Zwecke das sind, folgt eine Aufzählung: die Finanzierung des Kults, angemessener Unterhalt des Klerus und karitative Werke, vor allem die Unterstützung von Armen.

kathpress

Das ist eigentlich nicht mehr als ein nahezu wörtliches Zitat aus dem katholischen Kirchenrecht von 1983, nichts Neues also. Wie die Enthüllungen über Geldverschwendung und Vetternwirtschaft in der zweiten Vatileaks-Affäre gezeigt haben, ist das im Vatikan allerdings noch nicht überall angekommen. Wohl nicht zuletzt mit Blick darauf schreibt Franziskus weiter, die Kirche müsse „größte Aufmerksamkeit“ darauf verwenden, „dass die Verwaltung ihrer wirtschaftlichen Ressourcen stets diesen Zielen diene“.

In dem Erlass mit dem Titel „Die weltlichen Güter“ geht es vor allem um den vatikanischen Immobilienbesitz. Nach nichtoffiziellen Schätzungen für eine päpstliche Untersuchungskommission gehören dem Vatikan weltweit Häuser und Wohnungen mit einem Gesamtwert von drei bis vier Milliarden Euro.

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