Bedford-Strohms Glaubenspopulismus


Aus Sicht des Ratsvorsitzenden der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD), Heinrich Bedford-Strohm, ist es absurd, dass Rechtspopulisten oder gar Rechtsradikale das christliche Abendland verteidigen wollen.

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Schließlich sei das markanteste Kriterium solcher Gruppierungen „ihre menschliche Kälte“, sagte Bedford-Strohm am Dienstagabend beim Jahresempfang der Bundesjustiz in Karlsruhe. Weiter entfernt von christlichen Grundorientierungen wie Nächstenliebe und Empathie als diese Gruppierungen „kann man kaum sein“, sagte der bayerische Landesbischof.

Bedford-Strohm sprach in seinem Festvortrag „Recht und Gerechtigkeit. Voraussetzungen und Zuspitzungen aus christlicher Perspektive“ von der „regenerativen Kraft“ christlicher Theologie für den übergreifenden Konsens der deutschen Verfassung, „beispielsweise zur Unantastbarkeit der Menschenwürde“. Der liberale Rechtsstaat ist dem EKD-Ratsvorsitzenden zufolge „ungeheuer kostbar“, lebendige Traditionen füllten den humanen Charakter über rechtliche Regelungen hinaus mit Leben. Es sei weise, wenn dieser „die öffentliche Rolle der religiösen und weltanschaulichen Gemeinschaften ausdrücklich bejaht, wie das in unserem Grundgesetz der Fall ist“.

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