Schwesig streicht Fördermittel für Moschee-Dachverband


Das Europäische Institut für Humanwissenschaften (EIHW) in Frankfurt steht im Verdacht, radikales Gedankengut zu verbreiten. Bild © picture-alliance/dpa
Ein Moschee-Dachverband in Frankfurt will der Radikalisierung junger Muslime entgegenwirken. Doch drei Mitgliedsvereine stehen selbst unter Extremismus-Verdacht. Jetzt hat Bundesfamilienministerin Schwesig die Förderung gestoppt.

Von Volker Siefert | hr-iNFO

Im Rahmen des Programms „Demokratie leben“ hatte das Bundesfamilienministerium Ende 2015 Fördergelder für den Deutsch-Islamischen Vereinsverband Rhein-Main e.V. (DIV) bewilligt. Damit sollte das DIV-Projekt „Aktionen kontra Radikalisierung muslimischer Jugendlicher“ mit 86.000 Euro bis Ende 2019 unterstützt werden.

„Diese Zahlungen haben wir jetzt gestoppt“, sagte Bundesfamilienministerin Manuela Schwesig (SPD) am Mittwoch. Drei der Moscheegemeinden seien nicht für die Förderung geeignet.

Ein Sprecher des Bundesinnenministeriums bezeichnete die drei Vereine als „politisch nicht unbedenklich“. Außerdem: Bei neun weiteren Vereinen gebe es Anhaltspunkte, dass sie möglicherweise extremistisch sind. Namen von Vereinen nannte das Ministerium nicht.

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