Crispr-Cas9: Das große Ziel heißt Genreparatur


Darstellung des Crispr-Cas9-Komplexes. Foto: imago/Science Photo Library
Forscher erwarten sich viel von der molekularen Schere Crispr-Cas9. Die Technik ist schnell und billig und könnte krankmachende Gene ausmerzen – doch es gibt auch ethische Bedenken.

Von Rainer Kurlemann | Frankfurter Rundschau

Ganz zu Beginn formulierte Peter Dabrock einen Satz, dem keiner der Experten in der folgenden Debatte widerspricht. „Die Welt unserer Kinder wird eine von Crispr-Cas9 geprägte Welt sein“, sagte der Vorsitzende des Deutschen Ethikrats bei der Begrüßung zur Jahrestagung des Gremiums in Berlin. Ein Satz mit großer Tragweite und dennoch erstaunlich, denn das neue Werkzeug aus dem Baukasten der Genforschung ist in der Bevölkerung heutzutage kaum bekannt. Hinter dem sperrigen Begriff Crispr-Cas9 verbirgt sich eine Art molekulare Schere, mit der einzelne Gene im Erbgut geschnitten und gezielt verändert werden können. Die Technik eignet sich für alle Lebewesen und hat weltweit die Labore der Mediziner, Pflanzenzüchter und Biotechnologen erobert.

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