Rassismus bei der Polizei gibt es auch in Deutschland


Symbolfoto (Gedenkveranstaltung gegen Gewalt und Rassismus im historischen Sitzungssaal des Wiener Parlaments im Mai 2011); Bild: Wiener Zeitung
Symbolfoto (Gedenkveranstaltung gegen Gewalt und Rassismus im historischen Sitzungssaal des Wiener Parlaments im Mai 2011); Bild: Wiener Zeitung
Die Polizei in den USA hat ein Rassismus-Problem, das hat mittlerweile sogar Präsident Obama klargemacht. Spätestens seit ein Schwarzer in Dallas fünf Polizisten erschossen hat, um „Rache“ zu üben für die jüngsten Fälle von tödlicher Polizeigewalt gegen Schwarze, bewegt das Thema die USA.

Von Matern Boeselager | VICE.com

Auch in Deutschland schütteln wir gerne den Kopf über die Zustände, die da drüben herrschen. „USA ist und bleibt der wilde Westen“ schreibt jemand unter eine Spiegel Online-Artikel zum Thema, ein anderer beklagt den „tiefen Rassismus in den USA“. Aber auch wenn deutsche Polizisten viel seltener zur Waffe greifen als ihre US-amerikanischen Kollegen, heißt das nicht, dass es hier kein Rassismus-Problem gibt. Das WDR-Magazin monitor widmet dem Thema „Rassismus und Gewalt“ heute Abend um 21:45 Uhr eine ganze Sendung. Aber wie ernst ist die Situation wirklich? Wir haben uns die schlimmsten Fälle der jüngeren Vergangenheit angeschaut, in denen Polizisten rassistisch motiviert gehandelt haben:

„Gequiekt wie ein Schwein“ – Die Bundespolizisten in Hannover

„Hab den weggeschlagen. ‚Nen Afghanen. Mit Einreiseverbot. Hab dem meine Finger in die Nase gesteckt. Und gewürgt. War witzig.“ So prahlte ein Hannoveraner Bundespolizist 2014 über seinen Umgang mit einem Verhafteten, den er dann noch „an den Fußfesseln“ durch die Wache geschleift haben will. In einem anderen Fall verschickte der Beamte das Foto eines am Boden liegenden Mannes und gab damit an, den jungen Marokkaner dazu gezwungen zu haben, kriechend Reste von gammeligem Schweinefleisch vom Boden zu essen. Sein Opfer habe dabei „gequiekt wie ein Schwein“, freute sich der Beamte.

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