Der verschwiegene Antisemitismus der deutschen Linken


Foto: Infografik Die Welt
Mehr als ein Drittel der Linksextremen ist der Meinung, „Juden hätten zu viel Einfluss“. Forscher der Freien Universität Berlin warnen: Linke Gewalt in Deutschland wird systematisch unterschätzt.
 

Von Marcel Leubecher | DIE WELT

Antisemitische Einstellungen sind laut einer Studie der Freien Universität Berlin (FU) auch unter Linksextremen weit verbreitet. 34 Prozent der vom Forschungsverbund SED-Staat der FU als linksextrem eingestuften Personen stimmten der Behauptung zu, Juden hätten in Deutschland „zu viel Einfluss“.

Unter Personen, die den Wissenschaftlern zufolge zumindest als Linksradikale gelten müssen, waren es noch 16 Prozent. Insgesamt stimmte über alle politischen Einstellungen hinweg jeder zehnte Befragte dieser Aussage zu. Linksextreme Einstellungen unterscheiden sich nach der üblichen Definition von linksradikalen dadurch, dass sie nicht mit Demokratie und Verfassung vereinbar sind.

Bei der Einstellung zu dem antisemitischen Stereotyp, Juden seien „geld- und raffgierig“, stellten die Wissenschaftler eine ähnlich hohe Zustimmung von Linksextremen (34 Prozent) und Linksradikalen (13 Prozent) fest. Unter allen Befragten bejahten acht Prozent diese Aussage.

weiterlesen

1 Comment

Kommentare sind geschlossen.