Bereiten ‚radikale Bibelgruppen‘ größere Probleme als Islamisten?


Märchen-Bibel (Bild: Twitter/Caleb Kaltenbach)
Märchen-Bibel (Bild: Twitter/Caleb Kaltenbach)

Sektenbeauftragter der sächsischen Landeskirche sorgt für Irritationen: „Was die Gefährdung von sächsischen Jugendlichen angeht, bereiten etwa radikale Bibelgruppen viel größere Probleme als Islamisten.“

kath.net

Für Irritationen haben Äußerungen des Weltanschauungs- und Sektenbeauftragten der Evangelisch-Lutherischen Landeskirche Sachsens, Harald Lamprecht (Dresden), gesorgt. Auf der Internetseite der Dresdner Morgenpost erschien am 13. Juli ein Artikel unter der Überschrift „Sekten-Beauftragter: So schützen Sie Ihre Kinder vor der Islamisten-Falle“. Darin rät Lamprecht besorgten Eltern, nicht in Panik zu geraten. Er sagte laut der Zeitung: „Was die Gefährdung von sächsischen Jugendlichen angeht, bereiten etwa radikale Bibelgruppen viel größere Probleme als Islamisten.“
Wie Lamprecht am 18. Juli der Evangelischen Nachrichtenagentur idea mitteilte, habe er in keiner Weise eine Gleichsetzung der Terrororganisation „Islamischer Staat“ (IS) mit bibelfundamentalistischen Gruppen vorgenommen und dies auch nicht beabsichtigt. Noch weniger habe er sich gegen eine Orientierung an der Bibel ausgesprochen, sondern „lediglich vor radikalen, den Sinn der Bibel verdrehenden Interpretationen gewarnt“.

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