Bundespolizist nach Foltervorwürfen für Kinderpornobesitz verurteilt


Der suspendierte Bundespolizist Torsten S. vor Gericht in Hannover. (Foto: dpa)
  • Der Bundespolizist Torsten S. aus Hannover musste sich wegen des Besitzes Zehntausender Dateien mit Kinderpornos und einer illegalen Pumpgun verantworten.
  • Weitere Verfahren wegen Verdachts auf Gewaltanwendung im Amt wurden eingestellt; dagegen haben zwei mutmaßliche Opfer Beschwerden angekündigt.
  • Der Polizist hatte Fotos eines gefesselten Marokkaners mit beleidigendem Kommentar an Kollegen geschickt.

Süddeutsche.de

Die nun in Hannover verhandelten Taten räumte der Angeklagte über seinen Verteidiger vor Gericht ein: den Besitz von Kinderpornos und illegalen Waffen. Bei einer Hausdurchsuchung waren kinderpornografisches Material und eine Pumpgun mit Patronen in seiner Wohnung entdeckt worden. Zu einem weiteren Vorwurf – der Verbreitung eines Fotos – wurde zunächst nichts bekannt. Dieser Verdacht ist der einzige aus einer Reihe von Vorwürfen, an dem die Anklage nach Ermittlungen wegen der mutmaßlichen Folter eines Marokkaners durch Torsten S. festhielt. Der mutmaßliche „Folterskandal“ hatte bundesweit Entsetzen ausgelöst.

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