Stelldichein der Homo-Hasser in München


Die katholisch-fundamentalistische Aktivistin Gabriele Kuby bei einer „Demo für alle“ – eine solche homophobe Bewegung nach französischem Vorbild hatte sie einst für Deutschland öffentlich eingefordert Bild: demofueralle / flickr / cc by 2.0
Zum ersten Protest der homophoben „Demo für alle“ in Bayern kommt am Sonntag mit Gabriele Kuby auch die oberste Scharfmacherin.
 

Von Norbert Blech | QUEER.DE

Wenige Tage vor der ersten „Demo für alle“ in München sind die ersten Redner des homophoben Protests bekannt geworden. In einer Pressemitteilung schrieb die Organisatorin Hedwig von Beverfoerde, dass unter anderem der Sozialwissenschaftler Prof. Manfred Spieker und die Publizistin Gabriele Kuby an der „Weckruf-Demo“ am Sonntag unter dem Motto „Stoppt Gender und Sexualpädagogik der ‚Vielfalt‘ in Bayerns Schulen!“ teilnehmen werden.

Die bislang vor allem in Stuttgart aktive Bewegung, die von dem CDU-Mitglied Beverfoerde lange aus dem Berliner Büro der AfD-Europaabgeordneten Beatrix von Storch heraus koordiniert wurde, stört sich an Plänen der bayerischen Landesregierung, an Schulen demnächst behutsam und angemessen über Homo- und Transsexualität aufzuklären – der Unterricht im Freistaat soll Jugendlichen künftig helfen, „ihre geschlechtliche Identität sowie sexuelle Orientierung zu finden und anzunehmen“ (queer.de berichtete).

Die „Demo für alle“ fordert, dass dieser „Richtlinien-Entwurf entweder grundlegend geändert oder verworfen wird“, da damit eine „Gender-Theorie als Ideologie, Unfug und Aberglauben“ Einzug in die Schulen halten würde. Über 17.000 Menschen haben eine entsprechende Petition gegen die CSU-Pläne unterschrieben.

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