Atombomben in Incirlik beschäftigen Nato


B-61 Bomben. Bild: DoD
B-61 Bomben. Bild: DoD
Nach dem gescheiterten Putschversuch mehren sich Forderungen, die Waffen aus der Türkei abzuziehen

Von Bert Eder | derStandard.at

Offiziell will es die US-Regierung weder bestätigen noch dementieren – doch es ist ein offenes Geheimnis, dass auf dem von der Nato für Einsätze in Syrien und dem Nordirak genutzten türkischen Luftwaffenstützpunkt Incirlik zumindest 50 Atombomben lagern. In Dokumenten des US-Verteidigungsministeriums werden diese lediglich als „special weapons“ aufgeführt.

Die Freifallbomben vom Typ B61 wurden ab 1968 in Europa stationiert. Durch die Lagerung der Wasserstoffbomben in Nato-Mitgliedsstaaten erhoffte man sich damals, die Gastgeberländer davon abhalten zu können, eigene Atomwaffen zu entwickeln. Heute gehen Experten davon aus, dass außer in der Türkei Depots in Deutschland, Italien, Belgien und den Niederlanden bestehen.

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