Goethe-Institut sagt Jugendkurse in der Türkei ab


Durch die Restriktionen für Akademiker nach dem Putschversuch in der Türkei sind zahlreiche Bildungsangebote des deutschen Goethe-Instituts gefährdet.

Von Corinna Buschow | evangelisch.de

Als erste Konsequenz hat das Goethe-Institut alle Jugendkurse, bei denen es vor allem um Spracherwerb geht, in der Türkei abgesagt, wie der Regionalleiter Südosteuropa, Matthias Makowski, dem Evangelischen Pressedienst (epd) sagte. „Wir halten es im Moment einfach für nicht berechenbar“, sagte Makowski. Für bis zu 150 Jugendliche zwischen 14 und 16 Jahren fällt damit ein Bildungsangebot weg.

Makowski zufolge sind auch weitere Angebote betroffen. Für Jugendkurse in Deutschland wurde zwar den meisten jugendlichen Stipendiaten die Ausreise genehmigt. Es seien aber auch bereits drei Fälle bekannt, in denen die Reise nach Deutschland nicht erlaubt wurde. Die Gründe dafür seien nicht bekannt.

Stipendiaten zurückgerufen

Auch ein Residenzprogramm für Fotografen in Deutschland musste Makowski zufolge bereits abgebrochen werden, weil die Stipendiaten mit akademischer Ausbildung aus Bremen zurückbeordert wurden. Ob der zweite Teil des Programms, bei dem deutsche Fotografen in Izmir kreative Impulse mitnehmen sollen, starten kann, ist Makowski zufolge noch offen.

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