Quidditch-WM in Deutschland: Muggels auf Harry Potters Besen


© Isabella Gong Beim Quidditch geht es ordentlich zur Sache – wie hier im Duell zwischen den Boston Night Riders und Rochester United.
Was bei Harry Potter als Phantasie begann, ist nicht nur an amerikanischen Unis zur Realität geworden. Quidditch ist zu einem ernsthaften Sport geworden. Nun findet die dritte WM statt – in Deutschland.
 

Von Robin Knapp | Frankfurter Allgemeine

Das Japan-Festival in einem Park in Boston an der Ostküste der Vereinigten Staaten hat viele auffällig gekleidete Menschen angelockt: Mit Perücken, Umhängen und geschminkten Gesichtern huldigen die Manga-Anhänger ihren Helden aus den japanischen Comics. Gleich nebenan eine Gruppe, die in die merkwürdige Szenerie passt. Sie betreibt Sport, doch auch der sieht aus wie aus einer anderen Welt.

Die Spieler halten zwischen ihren Beinen: Besen, und es gibt nur ein bekanntes Spiel, das auf einem Besen sitzend gespielt wird: Quidditch, der Sport aus den Harry-Potter-Romanen von Joanne K. Rowling. Aber das hier ist kein Harry-Potter-Fantreffen. Das sieht nach ernstem Sport aus. Bälle fliegen durch Ringe, junge Männer und Frauen laufen über das Spielfeld und liefern sich harte Zweikämpfe. „Wir sind an einem Punkt, an dem Quidditch keine erfundene Sportart mehr ist, sondern eine tatsächliche, wettkampfmäßige Vollkontaktsportart“, sagt Jayke Archibald von den Boston Night Riders.

weiterlesen