Der Aufsichtsrat der Vatikanbank fördert seit Jahren die Öl- und Gasindustrie


Vatikanbank
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Während Papst Franziskus einen nachhaltigen Umgang mit unserer Umwelt predigt, unterstützt die Vatikanbank ihre Ausbeutung mit Milliarden.

Von Anica Beuerbach | greenpeace magazine

Zwei Aufsichtsratsmitglieder der Vatikanbank sind in Geschäfte mit der Industrie für fossile Brennstoffe verwickelt. Einer von ihnen spendet für eine Organisation, die den Klimawandel leugnet. Der andere berät große Öl- und Gaskonzerne. Das ergaben Recherchen von Energydesk Greenpeace basierend auf Analysen des Medienunternehmens Bloomberg.

Erst letztes Jahr veröffentlichte Papst Franziskus seine Enzyklika „Laudato Si“. Darin äußerte er sich unter anderem gegen die profitorientierte Ausbeutung der Schöpfung Gottes. Er rief dazu auf, genügsam und fürsorglich mit der Umwelt umzugehen.

Sir Michael Hintze ist neben seinem Posten im Aufsichtsrat der Vatikanbank auch Hauptgeschäftsführer eines Hedgefonds auf den Cayman Inseln. In dem Fonds befinden sich Wertpapiere in Höhe von umgerechnet 1,5 Millionen Euro der großen Fracking-Konzerne Devon Energy und Anadarko Petroleum. 2012 veröffentlichte die britische Zeitung „The Guardian“ E-Mails, die zeigten, dass Hintze in die „Global Warming Policy“-Stiftung investiert. Diese steht dem Klimawandel skeptisch gegenüber. Auf die Enzyklika von Papst Franziskus reagierte die Stiftung empört.

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