AKP-Trolle berichten über europäische Medienmanipulation


AKP

Die türkischen Tageszeitungen Milliyet, Gazetevatan sowie die Yeni Safak warnen übereinstimmend vor Provokationen zwischen Sunniten und Aleviten in der Türkei. Drahtzieher sollen ausländische Medien und Terrororganisationen sein.

TURKISHPRESS

Seit dem Putschversuch in der Türkei am 15. Juli, bei der über 200 Zivilisten getötet und knapp 1.500 verletzt wurden, warnt die türkische Regierung eindringlich vor Provokationen. Präsident Erdogan, Ministerpräsident Yildirim sowie die Vorsitzenden der Oppositionsparteien CHP und MHP forderten die Bevölkerung auf, jetzt Einigkeit zu zeigen, ohne Ansehen auf die Ideologie, politische Ausrichtung, Glauben oder Aussehen. „Wir sind jetzt ein Volk und eine Einheit“ sagte Präsident Erdogan bei einer Ansprache am Mittwoch an das Volk.

Die Aufforderung, Provokationen und Falschmeldung nicht zu verfallen, hatte schon am nächsten Tag des gescheiterten Putschversuches angeblich ein Gesicht bekommen. Aus dem Südosten des Landes wurden in sozialen Netzwerken Übergriffe auf Aleviten in einem Stadtteil von Malatya gemeldet. „Islamisten“ hätten sich lautstark durch die mehrheitlich von Aleviten bewohntem Stadtteil bewegt und so für eine aufgeheizte Stimmung gesorgt. Dabei wurden auch Bilder veröffentlich, in der Polizeifahrzeuge im Einsatz sowie eine Menschenansammlung zu sehen sind. Der Provinzgouverneur und der CHP-Abgeordnete von Malatya, Veli Agbaba, dementierten jedoch diese Berichte. Agbaba erklärte auf Twitter, Provokateure würden alte Bilder verwenden, um Unruhen anzustiften. Man dürfe dem kein Glauben schenken twitterte Agbaba.

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