Die Stunde der Irren


Die jüngsten Anschläge haben immer weniger mit dem Islam und immer mehr mit psychischer Krankheit zu tun.

Von Peter Michael Lingens | profil.at

„Wegen euch bin ich gemobbt worden. Jetzt musste ich eine Waffe kaufen, um euch alle abzuknallen. Ich war in stationärer Behandlung.“ Das ist die Quintessenz des Gespräches, das jener 18 jährige Deutsch-Iraner, der nach menschlichem Ermessen in München zehn Menschen und dann sich selbst erschoss, mit einem Mann führte, der ihn vom Schießen abhalten wollte.

Ein psychisch offenkundig Schwerkranker vermochte eine Millionenstadt für Stunden lahm zu legen – uns es wird nicht die letzte Stadt sein.

Nach allem, was bisher bekannt ist, hat diese Tat überhaupt nichts mit dem Islam zu tun. Und selbst wenn sich herausstellen sollte, dass auch dieser Täter irgendwann ein Video des IS angeschaut hat, wäre der Zusammenhang ein sekundärer.

Hier brechen sich Aggressionen Bahn, die höchstens am Rande mit Religion wohl aber mit den verschiedensten psychischen Störungen verbunden sind.

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1 Comment

  1. Halten Sie „irre“ und „gestört“ wirklich und allen Ernstes für angemessenene Ausdrücke?
    In einem journalistischem Medium? Ich finde das etwas daneben, Sie sollten sich besser ausdrücken können.
    „Gestört“ und „Irre“ werden gern als Schimpfworte benutzt. Menschen mit psychischen Erkrankungen oder Psychiatrie-Erfahrene haben sich das nicht ausgesucht und verdienen es nicht, beschimpft zu werden.
    http://leidmedien.de/journalistische-tipps/begriffe-von-a-bis-z/

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