Volker Kauder: „Schluss mit den Ego-Shooter-Spielen“


Volker Kauder: Nichts ist wichtiger als Religion (= Christentum)

Volker Kauder, Fraktionsvorsitzende der CDU, über den Münchener Blutrausch, den Umgang mit Erdogan nach dem Putschversuch, Sigmar Gabriels Hakenschläge und die Vorzüge der repräsentativen Demokratie.

Von Beat Balzli , Jacques Schuster | DIE WELT

Welt am Sonntag:

Herr Kauder, sind Sie ein Freund von Realpolitik?

Volker Kauder: Ja. Man muss in der Politik immer für seine Werte eintreten. Aber Politik beginnt stets mit dem Betrachten der Wirklichkeit.

Welt am Sonntag: Gehören dazu auch Geschäfte mit Despoten?

Kauder: Sehr oft kann man sich die Gesprächspartner auf der Welt nicht aussuchen. Und natürlich müssen wir auch mit Politikern Absprachen treffen, die unsere Werte nicht teilen.

Welt am Sonntag: Wie der Flüchtlingsdeal mit Erdogan?

Kauder: Sie sollten nicht so despektierlich von einem „Deal“ sprechen. Es handelt sich um ein Abkommen zwischen der EU und der Türkei. Aufgrund der strategischen Lage kommt Europa an der Türkei in der Flüchtlingsfrage nicht vorbei. Deswegen war es richtig, diese Vereinbarung zu treffen. Natürlich ist die Entwicklung in der Türkei seit Langem besorgniserregend.

Welt am Sonntag: Um das Abkommen nicht zu gefährden, hat die Bundesregierung weggeschaut, wenn dort demokratische Rechte verletzt wurden.

Kauder: Wir schauen nicht weg. Die Bundeskanzlerin hat der türkischen Regierung deutlich gesagt, was wir erwarten und was wir auf keinen Fall akzeptieren können.

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2 Comments

  1. Wenn ein Mitglied der „Christlichen Demokraten“ bzw. „Christlich Sozialen“ das Wort Werte in den Mund nimmt, beginnen bei mir die Alarmglocken heftigst zu schrillen…

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