Liechtenstein: Misstrauen gegenüber dem Klerus


Landtagsgebäude in Vaduz. (Bild: Imago)
Liechtenstein will Kirche und Staat entflechten. Differenzen zwischen politischen Behörden und Kirchenvertretern in zwei Gemeinden stellen das Unternehmen jedoch als Ganzes infrage.

Von Günther Meier | Neue Zürcher Zeitung

Liechtenstein muss zur Kenntnis nehmen, dass auch bei den Verhandlungen mit der römisch-katholischen Kirche der Teufel im Detail steckt. Als das Erzbistum Vaduz 1997 überraschend und ohne Einbezug Liechtensteins vom Heiligen Stuhl errichtet wurde, machte die Forderung nach einer Trennung von Kirche und Staat die Runde. Das Vorhaben hatten sich die teilweise forsch auftretenden Politiker und wohl auch kirchliche Kreise einfacher vorgestellt.

Es hängt an zwei Gemeinden

Anstelle der Forderung nach Trennung wurde bald eine mildere Variante favorisiert, nämlich eine Entflechtung der jahrhundertealten Beziehungen zwischen Kirche und Staat. Aber auch dieses Vorhaben scheint derzeit zum Scheitern verurteilt, weshalb sich die Regierung bereits Gedanken über einen «alternativen Lösungsansatz» macht.

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