Armin Nassehi: „Religion ist etwas Wildes“


Der deutsche Soziologe Armin Nassehi (dpa / picture alliance / Erwin Elsner)
Der Münchner Soziologe Armin Nassehi ist Sohn einer katholisch sozialisierten Schwäbin und eines Iraners. Er hat sich als junger Mann für die Taufe entschieden. Heute bezeichnet er sich als Kultur-Katholik. Er hadert immer wieder mit der Religion. Denn „sie kann sehr gefährlich sein.“

Von Burkhard Schäfers | Deutschlandfunk

In seinem Arbeitszimmer, schräg rechts vom Schreibtisch, hängt das Abendmahls-Gemälde von Leonardo da Vinci. Nicht unbedingt naheliegend am Institut für Soziologie an der Ludwig-Maximilians-Universität München, wo Armin Nassehi als Professor forscht und lehrt. Politik, Kultur, Wissen sind seine Felder. Und Religion, die er einerseits aus der Makroperspektive analysiert. Die aber auch ein Teil seiner Identität ist.

„Ich bin sehr affizierbar durch religiöse Kommunikation, zum Beispiel durch religiöse Musik. Ich mache auch selber Musik und da spielt geistliche Musik eine ganz große Rolle. Und das ist was, was mich auch selber zum Klingen bringt, das gebe ich schon zu.“

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