Dieser Künstler nutzt Pokémon Go um das Leid in Syrien zu zeigen


Ein Junge mit seinem Fahrrad zwischen den zerstörten Häusern in Aleppo – neben ihm sitzt das Wasser-Pokémon Aquana. Foto: Instagram / khaledakil
Der Künstler Khaled Akil hat die kleinen Monster aus dem beliebten Handy-Spiel „Pokémon Go“ vor zerstörte Häuser in Aleppo gesetzt. Er will nicht, dass der Krieg in seiner Heimat in Vergessenheit gerät.

Von Anica Beuerbach | greenpeace magazine

250.000 Menschen sind bisher im Bürgerkrieg in Syrien gestorben. 4,7 Millionen Syrer sind bereits seit Kriegsbeginn ins Ausland geflüchtet. Weitere sechs Millionen sind im Inland auf der Flucht. Eine Welt, die nur noch selten in den Medien vertreten ist: Diese berichten momentan über „Pokémon Go“, aber auch die aktuellen Terrorangriffe in Europa und die Präsidentschaftswahlen in den USA.

„Unglücklicherweise langweilen sich die Menschen nach einiger Zeit über Nachrichten aus Kriegsgebieten. Sie gewöhnen sich an die Nachrichten über Tod und Zerstörung und leben ihr Leben weiter. Das hier soll eine kleine Erinnerung an den Krieg in Syrien sein“, sagt Khaled Akil über seine Bilder gegenüber dem arabischen Nachrichtensender „Al Jazeera“.

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Das Pokémon Glurak steht mit syrischen Bürgerkriegern auf einem Panzer. Foto: Instagram / khaledakil