Faktor Religion


Ein Schild mit der Aufschrift „Meinen Hass kriegt ihr nicht“ steht in der Altstadt von Ansbach.Foto: Karl-Josef Hildenbrand/dpa
Der Psychologe Uslucan relativiert den Zusammenhang von Glauben und Gewalt. Die Religion werde überschätzt, argumentiert er.
 

Von Dagmar Dehmer | DER TAGESSPIEGEL

Vier Gewalttaten haben Deutschland zuletzt bewegt. Die Täter verbindet wenig. Nur eines scheint für alle klar zu sein: Der Axt-Attentäter von Würzburg, der Amokläufer in München, der Messerstecher von Reutlingen und der Attentäter von Ansbach haben alle einen Migrationshintergrund. Dass sich der Münchener Amokläufer als „Deutscher“ bezeichnet hat und sich als „Arier“ fühlte, spielt in der Diskussion über die Anschläge kaum eine Rolle. Deshalb wünscht sich der Vorsitzende des Sachverständigenrats deutscher Sitftungen für Integration und Migration, Professor Haci Halil Uslucan, eine „sachliche Debatte“ über Gewalttaten und die Zugehörigkeit möglicher Täter zu Migrantengruppen. Ein „nüchterner Diskurs“ wäre auch für die Prävention hilfreicher, sagte er dem Tagesspiegel.

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