Vor Kölner Pro-Erdogan-Demo wächst Kritik an der Türkei


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Bis zu 30.000 Teilnehmer erwartet die Polizei bei der Pro-Erdogan-Demo in Köln. Mehrere rechte Gegendemos sind angemeldet. 2.300 Beamte werden den Angaben zufolge im Einsatz sein.

evangelisch.de

Vor der geplanten Großdemo von Erdogan-Anhängern an diesem Sonntag in Köln wachsen Sorgen vor einer Eskalation der Gewalt und Kritik an der türkischen Regierung. Der Vorsitzende der Innenministerkonferenz, Klaus Bouillon (CDU), sagte, das Vorgehen des türkischen Staatspräsidenten Recep Tayyip Erdogan sei „ein Anschlag auf unser westliches Demokratieverständnis“. Außenminister Frank-Walter Steinmeier (SPD) und die Türkische Gemeinde in Deutschland riefen vor den Protesten zur Mäßigung auf. Die türkische Generalkonsulin Sule Gürel sicherte einen friedlichen Verlauf zu.

Der saarländische Innenminister Bouillon sagte der „Bild“-Zeitung (Samstagsausgabe) in Berlin, es sei „nicht hinnehmbar, dass Erdogan innenpolitische Konflikte nach Deutschland trägt und dadurch versucht unser Land zum verlängerten Arm seiner Machtpolitik zu instrumentalisieren“. Er fürchte, dass es bei den Demonstrationen und Gegendemonstrationen zu Gewalt mehrerer Parteien kommen könnte. Dies dürfe nicht passieren und schon gar nicht einreißen, sagte der CDU-Politiker.

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