Erst „Allahu Akbar“, dann die deutsche Nationalhymne


Bild: süddeutsche.de
  • 20 000 Menschen demonstrieren in Köln am Rhein für den türkischen Präsidenten Erdoğan.
  • Die Veranstalter geben sich Mühe, das Treffen in Köln als ein breites gesellschaftliches Bündnis erscheinen zu lassen.
  • Insgesamt 2700 Polizisten waren im Einsatz, mit acht Wasserwerfern.

Von Bernd Dörries | Süddeutsche.de

Die Veranstalter der großen Demonstration für Recep Tayyip Erdoğan haben das getan, was man in wenigen Tagen tun kann, um den Platz an der rechten Rheinseite ein wenig schöner zu machen. Die Polizei ließ frische Graffiti entfernen, deren Inhalt dem türkischen Präsidenten Stoff für gleich mehrere Beleidigungsklagen gegeben hätte. Die Bühne wurde mit türkischen Flaggen dekoriert. Der Versammlungsplatz an der alten Deutzer Werft mag nicht der schönste sein in der Kölner Innenstadt, der größte ist es aber, man kann die Zäune immer noch ein bisschen weiter stellen. Am Anfang sollten es 10 000 Anhänger werden, dann 20 000 und dann kündigt der Veranstalter in 10 000-Schritten immer mehr Leute an, die mit Bussen aus ganz Europa anreisen würden. Das Massenblatt Hürriyet gab schließlich 100 000 als Marke aus. Am Ende stehen am Sonntagnachmittag etwa 20 000 Menschen direkt am Rhein.

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