„Amok-Fans“ im Netz: Taten auf Youtube nachgespielt, Täter auf Steam aktiv


foto: screenshot In „Counterstrike“ sollen Amok-„Fans“ schlimme Taten nachspielen
Game-Portal im Behördenvisier – Reddit-Nutzer verhinderten möglicherweise Bluttat

derStandard.at

Nach dem blutigen Amoklauf in München, bei dem ein 18-Jähriger neun Menschen und sich selbst erschossen hat, nehmen deutsche Behörden verstärkt Nutzer des Gaming-Portals Steam ins Visier. Dort hat sich offenbar eine Szene an Nutzern gebildet, die Amokläufer verherrlichen. Auch David S., der Täter von München, soll dort aktiv gewesen sein und sich mit anderen Spielern ausgetauscht haben. Wie bereits thematisiert wurde, spielte der 18-Jährige regelmäßig „Counterstrike“, dabei gab er sich Namen wie „Hass“. Er soll auch Mitspieler des eigenen Teams abgeschossen haben.

Usergenerierte Karten von Amok-Schauplätzen

Er ist kein Einzelfall: Auf YouTube gibt es eine ganze Reihe an Nutzern, die beispielsweise Amokläufe in „Counterstrike“ nachspielen und diese Videos dann ins Netz stellen. Laut FAZ finden sich etwa usergenerierte Karten der Columbine High School, an der 1999 einer der schlimmsten Amokläufe der Geschichte stattfand. Dessen zwei Täter werden in der Szene verehrt. Ein ausführlicher Text im New Yorker erklärt, wie sich ein Kult um die beiden Amokläufer der Columbine High School gebildet hat. Immer wieder bezogen sich Amokläufer seit 1999 explizit auf die zwei US-Teenager.

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