Pseudo-wissenschaftliches Gibberish und der Zeitgeist


Bild: Sony Pictures
Die neue Ghostbusters-Adaption ist ein mediokrer Film, aber kulturgeschichtlich nicht ganz uninteressant.

Von Peter Mühlbauer | TELEPOLIS

Die Ghostbusters-Adaption, der am Donnerstag in die deutschen Kinos kommt, ist ein Film, der bislang vor allem deshalb Aufmerksamkeit erregte, weil seine Rezension durch Milo Yiannopoulous dazu führte, dass der bekannte Kolumnist „lebenslang“ bei Twitter gesperrt wurde (vgl. Türkische Verhältnisse bei Twitter). Zwischenschritte hin zu dieser Sperre waren eine Twitter-Auseinandersetzung zwischen dem homosexuellen Gründer der Initiative Gays-for-Trump und der schwarzen Ghostbusters-Darstellerin Leslie Jones, die ihm dort vorwarf, ein „Onkel Tom der Schwulen“ zu sein. Nachdem Milo-Fans auf diesen Tweet mit ähnlicher Munition reagierten, beklagte sich Jones über „Hassbotschaften“ und wurde von Yiannopoulous darüber belehrt, dass jeder, der sich halbwegs exponiert, solche Botschaften bekommt. Darauf hin löschte Jones ihr Twitter-Account angeblich „unter Tränen“ – und das Unternehmen sperrte den vermeintlichen Verursacher, was einen #FreeMilo-Hashtag und zahlreiche Medienmeldungen dazu zur Folge hatte.

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