Muslimisches Leichenfleddern


Blumen liegen in der Nähe des Anschlagsorts in Ansbach. (Foto: dpa)
  • Wo sollen die Attentäter von Ansbach und Würzburg beerdigt werden?
  • Noch sind die Leichen der beiden Männer nicht freigegeben, aber die bayerischen Behörden beschäftigen sich schon mit dieser schwierigen Frage.

Von Deniz Aykanat | Süddeutsche.de

„Hainler Mezarliği“ steht auf einem großen Schild. Dahinter erstreckt sich ein kleines Fleckchen Erde, eine niedrige Mauer darum, darin Geröll und Brocken wie in einem Steinbruch. „Hainler Mazarliği“ bedeutet „Friedhof der Verräter“ auf Türkisch. Das Bild stammt nicht aus einem Geschichtsbuch, es ist nicht Teil eines Historienfilms, der im Mittelalter spielt. Es zeigt einen Friedhof in Pendik, einem Stadtteil Istanbuls, im Sommer 2016.

Wenn es nach Kadir Topbaş geht, dem Bürgermeister von Istanbul, sollten hier diejenigen begraben werden, die in der Nacht zum 16. Juli versucht hatten, die türkische Regierung zu stürzen. Mehrere Gräber sind bereits ausgehoben, ein mutmaßlicher Putschist wurde bereits beerdigt, nur ein aufgeschütteter Hügel deutet darauf hin. Präsident Recep Tayyip Erdoğan hatte nach dem Putschversuch den Imamen des Landes unmissverständlich klargemacht, dass sie keine muslimischen Begräbnisse für Putschisten ausrichten sollten.

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