Tadschikistan: Sondereinsatz gegen Fremdwörter in Zeitungen


Der tadschikische Staatspräsident Emomali Rahmon.Foto: dpa
In Tadschikistan prüfen künftig Sondergruppen, ob Zeitungen und Rundfunk unverständliche Begriffe benutzen. Journalisten droht eine Geldstrafe.

Von Arno Makowsky | DER TAGESSPIEGEL

Der Deutsche leidet, zumindest was seine Sprache betrifft, unter einem eklatanten Mangel an Selbstbewusstsein. Wie bitte? Ekla- was? Genau: unter einem beträchtlichen Mangel an Selbstbewusstsein. Er zeichnet sich, wie es die britische „Times“ einmal formulierte, durch „sprachliche Unterwürfigkeit“ aus, die sich vor allem dadurch zeigt, dass er dem Deutschen nicht vertraut, sondern lieber Fremdwörter verwendet.

Verlangt der Chef von einem Mitarbeiter, dieser möge sich doch bitte um ein paar Einblicke in dieses oder jene Fachgebiet bemühen, spricht er „von notwendigen Insights“. Die Vertriebsabteilung lädt zum „Kickoff-Meeting“ eines tollen Projekts, mit dem man neue Kundenkontakte herstellen, pardon: generieren will. Unvergessen Edmund Stoiber, der im Transrapid eine „Herausforderung im Sinne von Challenge“ sah.

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