Rheinmetall möchte für Erdogan Panzer bauen

Leopard 2A5 _3, Bild: BB
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Bis 2013 hat die Türkei viele alte deutsche Panzer übernommen. Doch das Land verlangt nach moderner Ausrüstung. Davon will Rheinmetall profitieren und beteiligt sich an einer neuen Rüstungsfirma.

Von Gerhard Hegmann | DIE WELT

Die deutsche Rüstungsindustrie macht sich anscheinend keine Sorgen über den politischen Kurs des türkischen Staatspräsidenten Recep Tayyip Erdogan. Im Gegenteil: Es winkt sogar neues Geschäft. So beteiligt sich nach Recherchen der „Welt“ der deutsche Rüstungskonzern Rheinmetall an einer neuen deutsch-malaysisch-türkischen Gemeinschaftsfirma mit Sitz in der Türkei. Die Firma soll sich auf den Bau und die Vermarktung gepanzerter Fahrzeuge auf Rädern oder Ketten konzentrieren.

Von türkischer Seite ist der große Lkw- und Bushersteller BMC beteiligt, der seit Jahren auch Militärfahrzeuge fertigt. Aus Malaysia ist die Rüstungsfirma Etika als Sprungbrett für den asiatischen Raum eingebunden.

Ein Rheinmetall-Sprecher bestätigte auf Anfrage der „Welt“ die Neugründung der Gemeinschaftsfirma. Aus Vertraulichkeitsgründen würden keine Detailangaben gemacht. Wie es in Branchenkreisen heißt, hält BMC die Mehrheit der Anteile. Es handele sich zunächst um eine Firmenhülle, die erst in den nächsten Jahren mit Leben erfüllt werden soll. Es sei also kein Kurzfristauftrag.

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Geisterstunde: Burkini-Tag in Schwimmbad empört Franzosen

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Themenbild.

„Frauen dazu anzuhalten, sich in dieser Art zu bedecken, ist gegen die menschliche Würde“: Ein Burkini-Tag im Schwimmbad wird bei Marseille als Zeichen der Abschottung von Muslimen verstanden.

DIE WELT

Ein Burkini-Tag eines Frauenvereins in einem französischen Schwimmbad hat Empörung ausgelöst. Die Organisation Smile 13 aus Marseille, wo viele Muslime leben, hatte ein Erlebnisbad in der Nähe für einen Mutter-Kind-Tag im September komplett gebucht. Sie rief die Frauen auf, Badekleidung zu tragen, die den Körper von der Brust bis zu den Knien bedeckt.

Weil männliche Bademeister anwesend seien, habe der Verein ausgehandelt, dass auch Burkinis erlaubt sind – diese bedecken den ganzen Körper.

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Erdoğan will nun auch Wirtschaftsvertreter verfolgen

erdoganGeschäftsleute hätten den Putschversuch finanziert, sagt der türkische Präsident. Die Bevölkerung ruft er auf, falls nötig die eigenen Verwandten zu denunzieren.

Süddeutsche.de

Der türkische Präsident Recep Tayyip Erdoğan will die Verfolgungen nach dem Putschversuch in der Türkei auch auf die Wirtschaft ausweiten. „Die, die bis jetzt gefasst wurden, sind nur die Spitze des Eisbergs“, sagte Erdoğan vor den Vorsitzenden von Handelskammern und Börsen in Ankara. Die Gülen-Bewegung sei besonders stark im Wirtschaftssektor vertreten.

Erdoğan rief dazu auf, Gülen-Anhänger aus der Geschäftswelt den Behörden zu melden. „Ich sage euch, das kann sogar euer Verwandter sein.“ Wer die Bewegung des in den USA lebenden Predigers Fethullah Gülen finanziere, trage nicht weniger Schuld am gescheiterten Putsch vom 15. Juli als die Putschisten selber.

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„Satanisches“ Pokémon erzürnt russisch-orthodoxe Kirche

Bild: APA/dpa/Maja Hitij
Die russisch-orthodoxe Kirche hat die zuständigen Entwickler dazu aufgefordert, das Pokémon „Raa666“ unverzüglich zu entfernen.

Die Presse.com

Es gibt kein Entkommen vor „Pokemon Go“. So sehr das Spiel sich auch großer Beliebtheit erfreut, gibt es Grenzen, die es zu achten gilt. So werden keine Jagden mehr in Holocaust-Gedenkstätten abgehalten. Auch in Kirchen sollte die Ruhe gewahrt werden. Die russisch-orthodoxe Kirche hat nun offizielle Beschwerde eingelegt wegen eines Pokémon, das in der Kathedrale des Heiligen Nikolaus in Wien-Landstraße gefangen werden kann. Aber nicht aufgrund von Ruhestörungen. Sondern weil das Pokémon satanisch sei.

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Wachsende Moscheegemeinden: Was wird der Staat noch finanzieren?

https://pixabay.com
Frankfurt will nun reagieren: Nachdem die islamischen Gemeinden in der Mainmetropole von einer zunehmenden Überlastung durch Flüchtlinge berichten, will die Stadt jetzt eingreifen.

Von Dennis Riehle | Richard Dawkins-Foundation

Wie das ZDF am 3. August 2016 berichtete, seien die Moscheen zu klein geworden für die zusätzlichen Asylsuchenden, oftmals mehrere hundert pro Gemeinde, die sich den Frankfurter Gemeinden anschließen wollten. Auch mit der Betreuung scheint man offenkundig an Grenzen gestoßen zu sein. Vielleicht auch damit, die Sicherheit ausreichend zu gewähren. Von der zuständigen Stabsstelle der Stadt hieß es deshalb, dass man keine Parallelstrukturen zulassen wolle. Man biete aber Weiterbildungen in Managementfragen und zur Hilfestellung im Umgang mit der Situation an, verlautbarte demnach.

Der Staat als Retter in der Not – das ist durchaus im Verständnis unseres demokratischen Rechtsstaates. Aber er fungiert eben nicht als Samariter für die Glaubensgemeinschaften. Sie beharren auf ihre Religionsfreiheit – und sind demnach auf der anderen Seite der Medaille für sich selbst verantwortlich. Schon an viel zu vielen Stellen greift die öffentliche Hand Kirchen unter die Arme, mittlerweile folgen immer öfter auch andere religiöse Ausrichtungen, die auf die Großzügigkeit der Allgemeinheit hoffen. Die Ausübung des Glaubens ist eine Privatsache. Damit bleibt es auch in der ausschließlichen Zuständigkeit des Trägers einer Gemeinschaft, für die entsprechende Infrastruktur dieses Unterfangens Sorge zu tragen.

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„Washington Post“ beschönigt die Scharia

Alle die gegen die Scharia sind, heben die Hand
Alle die gegen die Scharia sind, heben die Hand
In den linken Medien, besonders bei der „Huffington Post“, wird weiterhin das Narrativ hochgehalten, laut dem der Islam für nichts Schlechtes verantwortlich ist. Oft heißt es, dass dies nur eine fehlerhafte Interpretation des Islams sei, die, wie im Falle des Islamischen Staats, zu schlimmen Dingen führt. Dies würde allerdings bedeuten, dass es eine „korrekte“ Lesart des Koran und der Hadithe gebe.

Von Jerry Coyne | Richard Dawkins-Foundation

Aber das ist verlogen. Denn wenn eine Religion Menschen dazu bringt, schlimme Dinge zu tun, die sie anderenfalls nicht getan hätten, dann kann man diese schlimmen Dinge der Religion anlasten. Ja klar, ich erkenne an, dass Religion manchmal nur eine praktische Ausrede für Leute ist, um ihre Feindseligkeiten, die sich aus anderen Gründen ergeben, auszulassen. Aber manche Entscheidungen, wie der Versuch, Kreationismus in den Schulen zu unterrichten, Abtreibungen zu verbieten und die Aussage einer Frau nur halb so schwer zu gewichten, wie die eines Mannes (fester Bestandteil der Scharia, der direkt aus dem Koran stammt), sind so eng mit der Religion verknüpft, dass man ein engstirniger Apoleget sein muss, um den Einfluss des Glaubens zu verneinen.

Aber diese Leugnerei steht nun mal auf der Tagesordnung, und wenn diese Verleugnung von der Linken stammt, dann bedeutet sie die Kollaboration mit Unterdrückung und Irrationalität. Die linke Washington Post hat gerade erst einen Artikel veröffentlicht, der auch gut zur Huffington Post passen würde, deren Religions-Sparte solch ein Beispiel für Schönfärberei des Islam ist, dass der Chefredakteur auch Reza Aslan sein könnte.

Der neue Aslan-eske Artikel „Fünf Mythen über die Scharia“ stammt von Asifa Quaraishi-Landes, einer Jura-Professorin an der Universität von Wisconsin, die sich auf den „Vergleich islamischen Rechts mit der US-Verfassung, mit einem Schwerpunkt auf moderne islamische Verfassungstheorie“ spezialisiert hat. Auf ihrer Website heißt es:

Derzeit arbeitet sie an „Eine neue Theorie des islamischen Konstitutionalismus: Nicht säkular. Nicht theokratisch. Nicht unmöglich.“ Dieses Projekt möchte einen neuen Rahmen für Verfassungen in mehrheitlich muslimischen Ländern schaffen, und dabei sowohl dem muslimischen Wunsch nach einer Scharia-basierten Regierung, als auch den säkularen Forderungen, dass ein nicht-theokratisches System nötig ist, um Menschen- und Bürgerrechte zu schützen, gerecht werden.

Viel Glück dabei, Dr. Quraishi-Landes. Angesichts des Widerspruchs zwischen Scharia und Menschenrechten dürfte das keine leichte Aufgabe werden.

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Erzapostel Gadecki: Keine Kommunion für wiederverheiratete Geschiedene

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Die Frage könne nicht im Beichtgespräch Gespräch gelöst werden. Papst Johannes Paul II. habe in ‚Familiaris consortio’ klargestellt, das wiederverheiratete Geschiedene nur die Kommunion empfangen dürfen, wenn sie enthaltsam leben, sagt Gadecki.

kath.net

Es gibt keinen Grund, zivilrechtlich Wiederverheirateten die Kommunion zu spenden, sagt Stanislaw Gadecki, der Erzbischof von Posen und Vorsitzende der polnischen Bischofskonferenz letzte Woche im Rahmen des Weltjugendtages gegenüber Medienvertretern. Er hält wenig von der Idee, dies nach einem „Weg der Unterscheidung“ in bestimmten Fällen doch zu tun. Das berichtet das Magazin Vatican Insider.
Das Thema „kann nicht im Beichtstuhl in zwei Minuten“ abgehandelt werden, das sei auf diesem Weg nicht einmal in zwei Jahren möglich. Wenn eine sakramentale Ehe zustande gekommen sei, gebe es keinen Anlass die Kommunion an zivilrechtlich geschiedene und wiederverheiratete Personen zu spenden, erläutert Gadecki.

Papst Johannes Paul II. habe dies in seiner Enzyklika „Familiaris consortio“ festgelegt. Wiederverheiratete Geschiedene dürften nur dann die Kommunion empfangen, wenn sie „wie Bruder und Schwester“ zusammenleben.

Fromm, Analphabet, aber integriert

© Matthias Lüdecke Sawsan Chebli ist stellvertretende Sprecherin des Auswärtigen Amtes, Michael Müller Regierender Bürgermeister von Berlin.
Fast jeder zehnte Einwohner Berlins ist muslimisch, jeder zweite davon ein Deutscher. Wie geht die Stadt damit um? Ein Gespräch mit Berlins Bürgermeister Müller und der stellvertretenden Außenamtssprecherin Chebli über den Islam in Deutschland.

Von Jasper von Altenbockum, Rainer Hermann | Frankfurter Allgemeine

Frau Chebli, Herr Müller, in Deutschland wird sehr viel über Muslime und den Islam gesprochen, aber sehr wenig über Religion. Warum?

Chebli: Wir dürfen die Integrationsdebatte nicht mit der Diskussion über Muslime und Islam oder Religion insgesamt vermengen. Mein Vater ist ein frommer Muslim, spricht kaum Deutsch, kann weder lesen noch schreiben, ist aber integrierter als viele Funktionäre der AfD, die unsere Verfassung in Frage stellen.

Müller: Wir brauchen in der Tat eine offensivere Diskussion darüber, welchen Stellenwert Religion in unserer Gesellschaft hat. Das gilt für den Islam, aber genauso für Christentum oder das Judentum. Wir sind ein säkularer Staat, aber Religion hat eine wichtige, ja auch eine stabilisierende Funktion.

Es wird aber doch ständig versucht, Religion zu verdrängen. Hat sich Deutschland nicht längst von einem säkularen in einen laizistischen Staat verwandelt?

Müller: Nein, das sehe ich nicht so. Meine Wahrnehmung ist eher, dass sich viele Leute zurückziehen aus Parteien, Gewerkschaften und eben auch Kirchen. Vielleicht entsteht so der Eindruck, dass die Kirchen nicht mehr zu den Säulen der Gesellschaft gehören. Das ist schade und politisch ganz sicher nicht gewollt. Die Trennung von Religion und Staat ist richtig, aber wir brauchen die christlichen Kirchen, die jüdischen Organisationen und auch die muslimischen Gemeinden als Partner für Dialog und Verständigung. Wir haben in den vergangenen Jahren vor allem in unseren Beziehungen zu den Muslimen wichtige Meilensteine wie das Integrationsgesetz zurückgelegt.

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Zubrot für Ministerialbeamte

Was ist uns zentral? (CC-by.2.0 von wahlkampf09)
Was ist uns zentral? (CC-by.2.0 von wahlkampf09)

Was Beamte in Ministerien wie dem Bundesfinanzministerium sich nebenbei genehmigen

Von Helmut Lorscheid | TELEPOLIS

Deutschland ist ein reiches Land. Man sollte annehmen dass sich die Staatsdiener – Angestellte und vor allem Beamte im öffentlichen Dienst und besonders in Bundesministerien nichts dazu verdienen müssen. Gegen kleine Nebenjobs, etwa als Nachhilfelehrer oder Trainer in einem Sportverein, hat sicherlich niemand etwas einzuwenden. Wenn aber Beamte im höheren Dienst mal eben 20.000 oder gar 50.000 Euro im Jahr nebenher verdienen, wirft das Fragen auf. Auch die nach möglichen Interessenskonflikten.

Solche Fragen haben die Finanzpolitiker von Bündnis 90/Die Grünen im Bundestag nun aufgeworfen. Die Beantwortung ihrer Kleinen Anfrage zum Thema „Nebeneinkünfte in der Wirtschafts- und Finanzverwaltung in den Jahren 2011 bis 2015“ fand erstaunlicher Weise bisher kaum mediale Beachtung.

Dicke Nebeneinkünfte im Finanzministerium

Dabei beinhaltet die Antwort der Bundesregierung durchaus einige Überraschungen, vor allem was den Geschäftsbereich des Bundesministeriums der Finanzen betrifft. Dort ist die auswertbare Datenlage aber auch besonders ergiebig.

Allein „im Mutterhaus“, also im Bundesministerium der Finanzen, wurden im Jahr 2015 bei insgesamt 1.954 Mitarbeitern für 66 Beamten insgesamt 260 Nebentätigkeiten genehmigt. „Die Tätigkeiten wurden ausschließlich von Beamtinnen und Beamten des gehobenen und des höheren Dienstes ausgeübt“, heißt es dazu ergänzend in der Regierungsantwort.

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Pentagon: Denis Cuspert doch nicht tot

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Im Oktober 2015 war sich das US-Verteidigungsministerium noch sicher, dass der Berliner IS-Terrorist bei einem Luftangriff auf Raqqa getötet wurde.

Süddeutsche.de

Das US-Verteidigungsministerium hat einem Medienbericht zufolge Angaben über den Tod des Berliner IS-Terroristen Denis Cuspert widerrufen. Cuspert habe einen Luftangriff im vergangenen Jahr in Syrien doch überlebt, schrieb die New York Times unter Berufung auf einen Pentagonsprecher.

Das Ministerium hatte im Oktober 2015 erklärt, Cuspert sei bei einem Angriff in der Nähe von Raqqa, der Hochburg der Terrormiliz Islamischer Staat (IS), getötet worden.

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Himmlers Kalender gefunden: Aus dem Alltag eines Massenmörders

Heinrich und Marga Himmler
Heinrich und Marga Himmler
Egal ob er mordete, aß oder liebte – SS-Chef Heinrich Himmler ließ genau Buch führen darüber, wann er was tat. Nun wurde sein Kalender für die Kriegsjahre gefunden. Er erlaubt neue Einblicke in die Nazi-Führung.

stern.de

Im akkuraten Dienstkalender von Heinrich Himmler mischen sich Politik und Banales, Privatleben und der Tod von Millionen Menschen. „Essen im Kasino der Sicherheitspolizei, Besprechung mit Oberst, Fahrt durch das Ghetto“, heißt es über einen Besuch des mächtigen SS-Führers am 9. Januar 1943 im Warschauer Ghetto. Dort hatten die Nationalsozialisten Hunderttausende polnische Juden eingepfercht. Das Deutsche Historische Institut (DHI) Moskau stieß in einem Archiv auf die jahrzehntelang verschollenen Kalender. Die „Bild“-Zeitung berichtete am Montag exklusiv von diesem Fund und beschreibt zurzeit in einer Serie Details aus Himmlers Alltag.

Der Reichsführer SS, so Himmlers offizieller Titel, gilt Historikern im Machtgefüge der Nationalsozialisten als zweiter Mann hinter Adolf Hitler. Himmler (1900-45) war Organisator der Konzentrationslager, ein Architekt des deutschen Vernichtungsfeldzuges in Osteuropa, des Massenmords an den europäischen Juden.

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Ditib: Der lange Arm Erdogans in Deutschland

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Die türkische Religionsbehörde hat großen Einfluss in Deutschland, glauben Beobachter. Der Verdacht ist nicht unbegründet.

Von Claudia Keller | DER TAGESSPIEGEL

Die Ditib mit Sitz in Köln ist der größte Moscheeverband in Deutschland und untersteht der Religionsbehörde Diyanet in Ankara. Diese wiederum ist direkt dem türkischen Präsidenten unterstellt. Die enge Verzahnung von Staat und Religion in der Türkei hat in Deutschland bis vor zehn Jahren kaum jemanden gestört.

Im Gegenteil: Die Ditib wurde gerade wegen ihrer Abhängigkeit vom angeblich laizistischen Staat hofiert. Solange Kemalisten in Ankara das Sagen hatten, galt die Ditib als Garant dafür, dass sich in ihren 900 Moscheen kein Extremismus entwickelt.

Seitdem der türkische Staatspräsident Recep Tayyip Erdogan heißt, steht die Ditib unter Verdacht. Seitdem sich Erdogan zum autokratischen Herrscher entwickelt, steht der Dachverband unter großem Druck. Es wird ihm unterstellt, „der lange Arm Erdogans“ zu sein bis hinein in die deutschen Klassenzimmer – wie es die Linken-Politikerin Sevim Dagdelen formulierte.

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Neuer Brandversuch Fall Oury Jalloh wird neu untersucht

Während einer Kundgebung zum Tod von Oury Jalloh © Uwe Hiksch @ flickr.com (CC 2.0), bearb. MiG
Eine neuer Brandversuch soll klären, ob der Asylbewerber Jalloh in einer Gewahrsamszelle der Polizei sich selbst angezündet hat oder er Opfer eines Mordes wurde. Bisher weist die Polizei jede Schuld von sich, könnte mit dem neuen Gutachten aber erneut in Erklärungsnot geraten.

MiGAZIN

Mehr als elf Jahre nach dem Tod des Asylbewerbers Oury Jalloh in einer Dessauer Polizeizelle wird der Fall noch einmal untersucht. Die Staatsanwaltschaft Dessau-Roßlau hat nach eigenen Angaben vom Dienstag einen neuen Brandversuch in Auftrag gegeben. Der schweizerische Sachverständige Kurt Zollinger vom Forensischen Institut Zürich werde den Versuch am 18. August im Institut für Brand- und Löschforschung in Dippoldiswalde ausführen, hieß es.

Bei der Untersuchung soll der Zellenbrand vom 7. Januar 2005 nachgestellt werden. Jalloh starb an diesem Tag bei einem Brand in einer Gewahrsamszelle. Nach Darstellung der Polizei soll der Asylbewerber aus Sierra Leone die feuerfeste Matratze, auf der er gefesselt lag, mit einem Feuerzeug selbst entzündet haben. Wie er an das Feuerzeug gekommen ist, ist bislang nicht geklärt. In Gewahrsam genommenen Personen werden alle Gegenstände abgenommen.

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Von der Leyen denkt in katastrophischen Dimensionen

CDU und CSU wollen die Bundeswehr bei „terroristischen Großlagen“ in Zukunft auch im Inland einsetzen. Die SPD-Spitze lehnt das ab. Verteidigungsministerin von der Leyen schafft jetzt Fakten. Quelle: Die Welt
Die Verteidigungsministerin kümmert sich neuerdings vehement darum, einen Anti-Terror-Einsatz der Bundeswehr im Inneren vorzubereiten. Doch dahinter könnte ein anderer Minister stecken.

Von Thorsten Jungholt | DIE WELT

Vor zwei Jahren hatte Ursula von der Leyen schon einmal die Julius-Leber-Kaserne im Norden Berlins besucht. Damals war die Verteidigungsministerin noch schwerpunktmäßig an Einrichtungsfragen interessiert. Sie ließ sich von den Mitarbeitern des örtlichen Bundeswehrdienstleistungszentrums Stuben mit Möbeln in Buchendekor zeigen, ausgestattet mit Flachbildfernseher, WLAN, Kühlschrank und Stehlampe. Mit den aufgepeppten Kasernenzimmern wollte die CDU-Politikerin dem Fachkräftemangel in der Truppe begegnen.

Abgeschlossen ist dieser Prozess nicht, längst wohnen noch nicht alle Soldaten im Von-der-Leyen-Ambiente. Doch bei ihrem neuerlichen Besuch in der Leber-Kaserne ging es der Ministerin nicht mehr um ihre Designoffensive. Sogar die Kindertagesstätte ließ sie links liegen. Seit ein paar Monaten kümmert sich von der Leyen um ein ganz anderes Thema: Mit der gleichen Vehemenz, mit der sie einst für ihre Attraktivitätsagenda warb, widmet sie sich nun Ereignissen von katastrophischen Dimensionen, die einen Einsatz der Bundeswehr im Inland erforderlich machen könnten.

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For SodaStream chief, frustration with Netanyahu’s ‘politics of hate’ bubbles over

SodaStream CEO Daniel Birnbaum photographed at the SodaStream factory near the Negev city of Rahat. (Dan Balilty/AP Images)
The head of SodaStream has issued a bitter critique of Benjamin Netanyahu and his government, accusing the prime minister of cynically and deliberately nurturing the conflict with the Palestinians “in all its evil manifestations.”

By David Horovitz | The Times of Israel

In an interview with The Times of Israel, the carbonated drinks firm’s CEO Daniel Birnbaum charged Netanyahu was personally involved in the bureaucratic process that saw all of SodaStream’s Palestinian employees gradually barred in recent months from working at the company’s factory in the Negev.

He charged that the government knowingly perpetuates a false narrative according to which SodaStream was forced under pressure from the Boycott, Divestment and Sanctions movement to close its West Bank factory and fire the 500 Palestinians who worked under conditions equal to those of the 700 Israeli Jews and Arabs there. This false narrative, he said, is utilized by the Netanyahu government as ostensible proof that when Israelis try to build a better environment with and for the Palestinians, the Palestinian leadership and the BDS movement make it impossible.

As the government well knows, however, said Birnbaum, SodaStream relocated from the Mishor Adumim industrial park in the West Bank to Lehavim in the Negev in 2014 because it needed considerably more space, in a move it had begun planning long before and one that had nothing to do with BDS. It sought to retain 350 of its 500 Palestinian workers at the new Lehavim plant, but was granted permits for only 120. Subsequently, new conditions were imposed and that number was reduced to 74. And since February, said Birnbaum, those last 74 have also been barred from Israel, their permits retroactively canceled. While the new factory employs 500 Bedouin from nearby Rahat, he said, it is no longer permitted to provide work for a single one of its former Palestinian employees, some of whom had worked for SodaStream for six years, and many of whom were wonderful ambassadors for Israel.

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Google will Medizin revolutionieren – wenn der Defibrillator gehackt wird

Nervenmodulation statt Pillen – GlaxoSmithKline und Google investieren in die bioelektronische Medizin. Worum es dabei geht, was Google in der Medizinbranche sucht und ob wir uns Sorgen machen müssen, lesen Sie hier.

Von Zulfikar Abbany | Deutsche Welle

So ganz neu ist die bioelektronische Medizin nicht: GlaxoSmithKline (GSK) arbeitet bereits seit dem Jahr 2012 daran. Der britische Pharmakonzern hat schon 50 Millionen US-Dollar in dieses Forschungsfeld investiert, mit Kooperationen weltweit. Im Jahr 2013 schrieb das Unternehmen einen millionendollarschweren Preis aus, um Forschung in der bioelektronischen Medizin zu fördern.

Jetzt hat sich GSK mit Verily Life Sciences, einer Tochtergesellschaft von Googles Mutterunternehmen Alphabet, in einem Joint Venture zusammengeschlossen. 715 Millionen US-Dollar investieren die Unternehmen über die nächsten sieben Jahre in eine neue Firma namens Galvani Bioelectronics.

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EKD-Ratsvorsitzender: Religion hilft bei ethischer Orientierung – Gotteswahn

Darum geht es in allen Religionen. Bild: AAA
Darum geht es in allen Religionen. Bild: AAA
Der Ratsvorsitzende der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD), Heinrich Bedford-Strohm, hat den Beitrag der Religionen für die Gesellschaft betont.

evangelisch.de

Menschen seien auf gemeinsame ethische Grundorientierungen angewiesen, „die so etwas wie die Seele einer Gesellschaft ausmachen“, heißt es in einem Beitrag von Bedford-Strohm für die Hamburger Wochenzeitung „Die Zeit“: „Dass Religion dabei eine wichtige Rolle spielt, liegt auf der Hand. Sie erreicht nicht nur den Verstand, sondern auch die Seele.“ Religionsunterricht an Schulen und öffentlich finanzierte Lehrstühle für christliche, jüdische und islamische Theologie seien daher wichtig für ein friedliches Zusammenleben.

„Dass Terroristen sich auf Gott berufen, verstärkt die Skepsis gegenüber der Religion“, schreibt Bedford-Strohm, der auch bayerischer Landesbischof ist. Dies sei aber ein Argument mehr, Religion in die Öffentlichkeit zu holen und zur Debatte zu stellen. Zugleich warnt der EKD-Chef: „Dass fundamentalistische Formen von Tradition keine öffentliche Finanzierung verdienen, versteht sich von selbst. Denn sie stärken nicht den übergreifenden Konsens, sondern sie sabotieren ihn.“

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Erdogan über Westen: „Sie haben Panzer, wir haben Allah – und Panzer“

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Der türkische Präsident legt rhetorisch noch einmal nach: Der Westen habe sich „auf die Seite der Putschisten gestellt“.

Die Presse.com

Der türkische Staatspräsident Recep Tayyip Erdogan setzt nach dem Putschversuch seine Kritik am Westen mit unveränderter Härte fort. „Der Westen hat sich auf die Seite der Putschisten gestellt“, sagte Erdogan am Mittwoch bei einer Dringlichkeitssitzung des Religionsrates in Ankara. „Sie haben sich nicht auf die Seite der Führung dieses Landes gestellt, das sich gegen den Putsch gewehrt hat.“

Erdogan zitierte einen verstorbenen Bekannten, der ihm mit Blick auf den Westen einst gesagt habe: „Wenn sie ihre Flugzeuge, Panzer und Kanonen haben (…), so haben wir unseren Allah.“ Der Präsident fügte unter dem Beifall der Religionsgelehrten hinzu: „Ja, wir haben unseren Allah. Und ohne Zweifel haben auch wir Panzer und Kanonen.“

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Katholische Kirche: Warnsignale der Auflösung

Das kardinale Mißverständnis von Angst und Furcht zeigt lediglich, wie weit sich die abgeschirmten politisch-klerikalen Eliten inzwischen von den Gefühlen und Gedanken der „einfachen Leute“ verabschiedet haben.

Von Wolfgang Ockenfels | kath.net

Die Zeit sei aus den Fugen geraten – meinen jetzt nicht nur die konservativ Besorgten, die es haben kommen sehen. Auch wer bisher die ständige Aufbruchsbereitschaft harmonieoptimistisch beschwor („Wir schaffen das“, „Yes we can“) und permanente Modernisierung in Politik und Kirche predigte, beschränkt seine Hoffnung auf rechtlich geordnete Verhältnisse. Denn es geht ja wohl entschieden zu weit, daß muslimische Terroristen und Amokläufer nicht nur weltweit, sondern sogar im friedlichen Reservat Deutschland Panik verbreiten. Das geht nun überhaupt gar nicht, um es in der Sprache der Bundeskanzlerin und unserer deeskalierenden Psychologen und allversöhnenden Theologen zu sagen. Sie suchen krampfhaft nach Erklärungen jenseits der einfachen Erfahrung, daß zwar nicht alle Muslime Terroristen, jedoch die meisten Terroristen heute Muslime sind.

Besonders herausgefordert fühlen sich die Islamversteher der pastoral-flexiblen Art, die es „überhaupt gar nicht“ verstehen wollen, daß es noch Koran- und Schariagläubige geben kann, die ihren Glauben wörtlich ernstnehmen. Einer von den höchst Verständnisvollen unter anderen Beliebigen, die ein „Wort zum Sonntag“ im ARD-Programm von sich geben, war ein Prälat der besonderen Art aus München. Ihm entfuhr der bemerkenswerte Satz: „Als Christ sage ich: Die tiefste Ursache der Sünde, also auch der Gewalt und des Hasses, ist die Angst … vor dem Anderen.“ Das sagte er mit einer ziemlich ängstlichen Miene, die nicht gerade erlöst und hoffnungsvoll aufleuchtete.

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Quantum Computing Just Grew Way the Hell Up

Five qubit quantum circuit. Image: Martinis Group/UCSB
Five qubit quantum circuit. Image: Martinis Group/UCSB
On Wednesday, researchers at the Joint Quantum Institute at the University of Maryland unveiled a first-of-its-kind fully programmable and reconfigurable quantum computer. The five-qubit machine, which is described in the journal Nature, represents a dramatic step toward general-purpose quantum computing—and, with it, an upending of what we can even consider to be computable.

By Michael Byrne | MOTHERBOARD

It’s often remarked rather abstractly that the rather abstract power of future quantum computers will nuke our most fundamental layer of digital security by virtue of their very existence. How will they do this? By being very powerful, goes the nigh-universal pop science answer. A very powerful computer, of the sort that has never been seen before, may use that great power to factor numbers much more quickly than could be accomplished using even non-quantum supercomputers. The RSA algorithm, which guards most of our digital data, is based on not being able to do this.

The mechanism behind this RSA crippling has had a name since 1994, one year before the very first quantum logic gate had even been realized at a NIST laboratory in Boulder, Colorado. It’s called Shor’s algorithm, and is a method of factoring very large whole numbers using quantum hardware. Like many quantum algorithms, it relies on a mathematical operation known as the quantum Fourier transform (QFT), which decomposes a given quantum state into its constituent parts.

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